ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rocket Lab mit Rekordquartal: Warum die Aktie trotzdem fällt

Rocket Lab meldet Rekordumsatz von 234 Millionen Dollar – doch Anleger reagieren enttäuscht und schicken die Aktie ins Minus.

Rocket Lab mit Rekordquartal: Warum die Aktie trotzdem fällt

Rocket Lab (RKLB) hat für das zweite Quartal 2025 einen Rekordumsatz von 234 Millionen Dollar gemeldet – ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Unternehmen seinen eigenen Rekord aus dem ersten Quartal um 34 Millionen Dollar. Trotz dieser starken Zahlen fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um bis zu 8 Prozent.

Der Grund für die negative Kursreaktion liegt in den hohen Erwartungen der Investoren. Analysten hatten im Konsens einen Umsatz von 231,6 Millionen Dollar erwartet – diesen übertraf Rocket Lab zwar. Beim Verlust je Aktie jedoch verfehlte das Unternehmen die Erwartungen: Der tatsächliche Verlust lag bei 0,08 Dollar je Aktie, während Analysten lediglich 0,03 Dollar erwartet hatten. Der Nettoverlust belief sich auf 49 Millionen Dollar, nach 66 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Auftragsbestand auf Rekordniveau

Jenseits der reinen Quartalszahlen lieferte Rocket Lab eine Reihe beeindruckender Kennzahlen. Der Auftragsbestand des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 137 Prozent auf den Rekordwert von 2,36 Milliarden Dollar. Allein im dritten Quartal – einschließlich nach Quartalsende unterzeichneter Verträge – verbuchte Rocket Lab neue Aufträge im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar für seine Start- und Weltraumsysteme.

Für seine Trägerraketen Electron, Haste und Neutron sicherte sich das Unternehmen neue Startverträge im Wert von 437 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand für Raketenstarts umfasst nun insgesamt mehr als 90 Starts – der höchste Stand in der Unternehmensgeschichte.

Besonders bedeutsam sind zwei neue Verträge mit der U.S. Space Force. Der erste Vertrag hat ein Volumen von 397 Millionen Dollar und umfasst die Lieferung mehrerer sogenannter „Flatellites" – flacher, stapelbarer Satelliten für das SB-AMTI-Programm (Space-Based Airborne Moving Target Indicator). Der zweite Vertrag beinhaltet den Bau von drei geostationären Satelliten, die ihre Position relativ zur Erde konstant halten.

Starker Ausblick übertrifft Analystenerwartungen

Für das dritte Quartal erwartet Rocket Lab einen Umsatz zwischen 250 und 265 Millionen Dollar – ein Wachstum von rund 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Prognose liegt deutlich über den Konsensschätzungen der Analysten, die lediglich 235,9 Millionen Dollar erwartet hatten. Das Management prognostiziert zudem eine Bruttomarge von 30 Prozent sowie ein bereinigtes EBITDA von rund minus 20 Millionen Dollar in der Mitte der Prognosespanne.

Das Unternehmen betonte, bereits einen fliegenden Start in das dritte Quartal hingelegt zu haben. Die Nachfrage steige in allen Geschäftsbereichen sprunghaft an, so das Management.

Die Kursreaktion lässt sich vor allem mit der ambitionierten Bewertung erklären. Die Rocket-Lab-Aktie hat im vergangenen Jahr rund 80 Prozent zugelegt und wird derzeit mit dem mehr als 65-Fachen des Umsatzes bewertet. Bei einer solchen Bewertung setzen Investoren außerordentliche Ergebnisse voraus – und reagieren empfindlich, wenn auch nur Teilbereiche die Erwartungen verfehlen.

Rocket Lab bezeichnet sich selbst als „End-to-End-Weltraumunternehmen" und bietet neben Startdiensten auch komplettes Raumfahrzeugdesign, Satellitenkomponenten und Flugsoftware an. Mit dem wachsenden Wettlauf im All und einer stetig steigenden Nachfrage nach Weltraumdienstleistungen bleibt das Unternehmen strukturell gut positioniert – auch wenn kurzfristige Kursschwankungen bei hochbewerteten Wachstumstiteln keine Seltenheit sind.

Rocket LabRklb AktieRekordumsatzQuartalsergebnisseWeltraumaktieAuftragsbestandSpace Force Vertrag

Disclaimer