Rohöl, Kraft- und Heizstoffe werden immer knapper
Deutsche Öreserven auf dem tiefsten Stand seit 2015

Die strategische Ölreserve Deutschlands ist klar definiert: 90 Tage lang soll die ausreichen, damit Unternehmen und Verbraucher in Deutschland genug Benzin, Öl oder Diesel haben. Doch das tut sie nicht. Wer denkt, dass die Ukraine-Krise allein daran schuld ist, irrt: Schon vor Russlands Einmarsch waren die Lager so leer wie schon lange nicht. Nach Angaben des Hamburger Senats befinden sich die bundesdeutschen Vorräte an Erdöl auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2015.
22,6 Millionen Tonnen Rohöl, Kraft- und Heizstoffe seien zum Stichtag 31. Januar eingelagert gewesen. Wissen wollte das die AfD im Bundestag, wofür die Partei eine kleine Anfrage gestellt hatte. Am 31. März vergangenen Jahres hatten die Vorräte noch 23,3 Millionen Tonnen Rohöläquivalente betragen.
Leichte Schwankungen sind bei den Vorräten nicht ungewöhnlich. Bereits am 31. März 2018 war mit 22,7 Millionen der bis dahin niedrigste Stand erreicht worden, im März 2016 der höchste mit 23,6 Millionen Tonnen an Rohöl, Kraft- und Heizstoffen.
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