Rohstoffpreise steigen weiter
Gold, Silber und Kupfer verzeichnen Rekordwerte und optimistische Prognosen für die Zukunft

Das Jahr 2024 verläuft bisher positiv für die Rohstoffe Gold, Silber und Kupfer. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um rund 13 Prozent gestiegen und erreichte kürzlich ein Rekordhoch von 2.450,07 US-Dollar. Auch der Silberpreis legte im selben Zeitraum um etwa 28 Prozent zu, während Kupfer die Marke von 10.000 US-Dollar überschritt und mit 11.101,50 US-Dollar einen neuen Höchststand erreichte. Der Kupferpreis stieg bisher um rund 18 Prozent (Stand: 02.06.2024). Kupfer zeigte in den letzten Monaten eine besonders starke Entwicklung, bedingt durch ein Angebotsdefizit und eine steigende Nachfrage, unterstützt durch den KI- und E-Auto-Sektor.
Experten gehen davon aus, dass die Preise für diese Metalle auch in Zukunft weiter steigen werden. Laut CNBC erwarten viele Experten, dass die Rally noch nicht vorbei ist und die Preise in den nächsten zwölf Monaten weiter zulegen werden. Die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) berichtete, dass der Goldpreis seine Aufwärtsdynamik trotz einer Schwäche des US-Dollars und sinkender Renditen für US-Staatsanleihen beibehalten konnte. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die hohe Nachfrage nach Gold in China, das 2023 Indien als größten Käufer von Goldschmuck überholt hat. Die UBS prognostiziert einen Goldpreis von 2.500 US-Dollar pro Unze bis Ende September und 2.600 US-Dollar bis Jahresende. Auch die Citi-Analysten erwarten einen weiteren Anstieg und sehen den durchschnittlichen Preis für 2024 bei 2.350 US-Dollar, mit einem möglichen Anstieg auf 2.875 US-Dollar im Jahr 2025.
Auch der Silberpreis könnte weiter steigen, da zwischen den Preisen von Gold und Silber eine positive Korrelation besteht. Experten wie Nikos Kavalis von Metals Focus und UBS-Strategin Joni Teves sehen in Silber großes Potenzial, besonders bei einer Lockerung der Geldpolitik der Fed. Ein langsameres Wachstum der Minenproduktion und eine starke industrielle Nachfrage könnten zu einem strukturellen Defizit führen, was den Silberpreis weiter stützen dürfte. Silber wird in vielen industriellen Anwendungen benötigt, wie bei der Herstellung von Autos, Solarmodulen, Schmuck und Elektronik.
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Zur AktienanalyseFür Kupfer sehen die Experten ebenfalls optimistische Aussichten. Die ANZ berichtet, dass die Kupferpreise durch Versorgungsknappheiten gestützt werden. Citi-Strategen erwarten, dass sich die Kupferpreise in den nächsten drei bis sechs Monaten konsolidieren, sehen jedoch weiteres Aufwärtspotenzial abhängig von der Geldpolitik der Fed und der weltweiten wirtschaftlichen Erholung. Die Bank of America prognostiziert, dass der Kupferpreis bis 2026 auf rund 12.000 US-Dollar je Tonne steigen könnte. Benjamin Louvet von Ofi Invest Asset Management erwartet, dass die Nachfrage nach Kupfer 2024 deutlich steigen wird.


