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Rohstoffpreise steigen nach Trumps Zollpause

Öl, Gas, Metalle und Agrarprodukte legen deutlich zu – China bleibt Unsicherheitsfaktor

 Rohstoffpreise steigen nach Trumps Zollpause

Die Preise für Rohstoffe haben deutlich zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, kürzlich eingeführte Zölle auf zahlreiche Länder vorübergehend auszusetzen. Gleichzeitig erhöhte er jedoch die Zölle auf chinesische Waren inmitten eines sich zuspitzenden Handelsstreits. Diese Maßnahmen führten zu einer breit angelegten Erholung auf den Rohstoff- und Aktienmärkten. Insbesondere Rohöl verzeichnete einen starken Kursanstieg, nachdem es zuvor auf ein Vierjahrestief gefallen war.

Die Ölpreise stiegen sprunghaft an, nachdem sie zwischenzeitlich unter 60 US-Dollar pro Barrel gefallen waren. Brent-Rohöl schloss mit einem Plus von 2,66 US-Dollar bei 65,48 US-Dollar pro Barrel, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um 2,77 US-Dollar auf 62,35 US-Dollar zulegte und auch nach Börsenschluss weiter anstieg. Beide Kontrakte hatten zuvor rund sieben Prozent verloren, ehe die Wende einsetzte. Analysten sprachen von einem deutlichen Stimmungsumschwung am Markt.

Auch andere Rohstoffe wie Metalle und Agrarprodukte profitierten von der Zollpause. Der Kupferpreis an der Londoner Metallbörse stieg um 2,8 Prozent auf 8.897 US-Dollar pro Tonne, Aluminium legte leicht um 0,3 Prozent auf 2.357 US-Dollar zu. Der Goldpreis verzeichnete den größten Tagesanstieg seit Oktober 2023 und legte um mehr als drei Prozent zu. Marktbeobachter führen dies auf verstärkte Zuflüsse in sichere Anlagen angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China zurück.

Der Preis für US-Erdgas kletterte um rund zehn Prozent. Die Futures für Mai an der New Yorker Rohstoffbörse stiegen um 35,1 Cent auf 3,816 US-Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten. Neben der Zollpause sorgte auch ein Rückgang der Produktion in den vergangenen Tagen für einen Auftrieb.

Auch die Preise für Agrarrohstoffe zogen an. So verzeichneten Sojabohnen an der Chicagoer Börse den größten prozentualen Tagesgewinn seit zweieinhalb Monaten, nachdem sie zuvor ein Viermonatstief erreicht hatten. Die Kurse für Mais und Weizen stiegen ebenfalls leicht. Trotz der positiven Marktreaktionen bleibt der Handel mit China, dem größten Importeur von Agrarprodukten aus den USA, ein Unsicherheitsfaktor.

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