Rongsheng eröffnet Büro in Kanada
Chinesischer Ölkonzern kauft erstmals Rohöl direkt von Suncor Energy

Chinas Rongsheng Petrochemical hat in Kanada ein neues Büro eröffnet, um kanadisches Rohöl zu kaufen. Dabei handelt es sich um die erste Niederlassung des Unternehmens in Kanada. Der chinesische Konzern, der als größter unabhängiger Raffineriebetreiber des Landes gilt, hat seine erste Rohöllieferung über dieses Büro von dem kanadischen Produzenten Suncor Energy bezogen. Die Lieferung soll im Juni in China eintreffen. Der neue Standort befindet sich in Calgary, einer Stadt in der westlichen Provinz Alberta.
Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 40 Millionen Tonnen oder 800.000 Barrel pro Tag ist Rongsheng Petrochemical ein bedeutender Akteur auf dem globalen Ölmarkt. Seit der Inbetriebnahme der erweiterten Trans-Mountain-Pipeline im Mai des Vorjahres zählt kanadisches Schweröl zur regulären Einkaufsliste des Unternehmens. Die Pipeline ermöglicht eine erhöhte Exportkapazität von Rohöl an die Westküste Kanadas, was den Zugang asiatischer Käufer zum kanadischen Öl erleichtert.
Der ehemalige Vorsitzende von PetroChina International Canada Trading, Wang Jie, trat im Januar dieses Jahres in das Unternehmen Rongsheng ein. Vor seinem Wechsel war er auch bei Essence Energy in Singapur tätig. Laut seinem LinkedIn-Profil ist er nun als Generalvertreter für die Regionen Amerika sowie für Beschaffung und Handel bei Rongsheng tätig. Eine Anfrage über LinkedIn ließ Wang Jie unbeantwortet.
Das Unternehmen teilte in einer E-Mail mit, man lege großen Wert auf eine globale Personalstrategie und passe die Teamzusammensetzung kontinuierlich den geschäftlichen Anforderungen an. Die Eröffnung des neuen Büros sei ein Teil dieser strategischen Ausrichtung.
Angesichts geopolitischer Entwicklungen wird in diesem Jahr mit einer Zunahme kanadischer Rohölexporte nach Asien gerechnet. Ein möglicher Importzoll in Höhe von zehn Prozent auf Öl und Gas aus Kanada, angedroht von US-Präsident Donald Trump, könnte asiatische Käufer zusätzlich motivieren, ihre Bezugsquellen auszuweiten. Der zunehmende Export nach Asien steht somit im direkten Zusammenhang mit den globalen Marktverschiebungen.
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Zur AktienanalyseUnterdessen stiegen die Ölpreise in Europa und den Vereinigten Staaten am Dienstag den fünften Tag in Folge. Marktbeobachter führen dies auf die Erwartung einer Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt zurück.


