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Roundhill DRAM ETF sammelt über 5 Milliarden Dollar ein

Der Memory ETF von Roundhill Investments bricht Rekorde: Allein an einem Tag flossen 1,1 Milliarden Dollar in den KI-Speicherfonds.

Roundhill DRAM ETF sammelt über 5 Milliarden Dollar ein

Der Memory ETF (DRAM) von Roundhill Investments hat seit seiner Auflegung am 2. April mehr als 5 Milliarden US-Dollar eingesammelt – und das in einem bemerkenswert kurzen Zeitraum. Allein am vergangenen Donnerstag verzeichnete der Fonds Zuflüsse von 1,1 Milliarden Dollar. Damit zählt der DRAM zu den am schnellsten wachsenden ETFs seit Jahren.

Laut Goldman Sachs ist dieser Wachstumspfad historisch einmalig. In den ersten zehn Handelstagen flossen bereits 1 Milliarde Dollar in den Fonds – ein Meilenstein, der lediglich hinter den großen Bitcoin-ETFs, dem iShares-Anleihenfonds LQD, dem Gold-ETF GLD von SPDR sowie dem kanadischen Aktienfonds BBCA von JP Morgan zurückbleibt. Der DRAM verzeichnete seit seiner Auflegung an jedem einzelnen der 23 Handelstage Zuflüsse – eine beeindruckende Serie ohne Unterbrechung.

Speicher als KI-Engpass: Die Investitionsthese hinter dem Boom

Der Fonds bildet den boomenden Speicherchip-Sektor ab – ein Bereich, der im Zuge des KI-Booms massiv an Bedeutung gewonnen hat. „Speicher wurde als der klare KI-Engpass identifiziert, und es herrscht eine Knappheit an diesen Chips, die nicht nur ein Quartal, sondern mehrere Jahre andauern wird", erklärte Dave Mazza, CEO von Roundhill, in einem Telefonat. Diese Aussicht auf anhaltende Nachfrage treibt das Anlegerinteresse an.

Seit seiner Auflegung legte der ETF-Kurs um beeindruckende 70 Prozent zu. Top-Positionen im Fonds wie Micron und Sandisk stellten dabei täglich neue Rekorde auf. Für deutsche Privatanleger ist der Fonds besonders interessant, da er Zugang zu einem Sektor bietet, der als zentraler Baustein der KI-Infrastruktur gilt.

Ein weiterer Anziehungspunkt des DRAM ist seine Zusammensetzung: Der Fonds enthält die südkoreanischen Chip-Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics. „Dies sind zwei der größten Speicherunternehmen, und sie sind für US-Anleger im Grunde unzugänglich", so Mazza. „Wenn Sie einen Südkorea-ETF kaufen, erhalten Sie auch andere Werte, die Sie nicht wollen. Und wenn Sie einen Halbleiter-ETF kaufen, ist die Gewichtung von Unternehmen wie Micron zu gering." Der DRAM schließt damit eine Lücke im Angebot bestehender Fonds.

Optionsmarkt zeigt enormes Interesse

Auch der Optionsmarkt spiegelt das außergewöhnliche Interesse wider. Am Donnerstag wurden über 90.000 Kontrakte auf den an der Cboe gelisteten DRAM gehandelt, wobei fast doppelt so viele Call- wie Put-Optionen gekauft wurden. Gemessen am Optionsvolumen gehört der Fonds bereits zu den Top 40 aller in den USA börsennotierten ETFs – ein Zeichen dafür, dass nicht nur langfristige Investoren, sondern auch aktive Optionshändler den Fonds als Instrument nutzen, um vom KI-Boom zu profitieren.

Der rasante Aufstieg des DRAM verdeutlicht, wie stark das Anlegerinteresse an KI-nahen Investmentthemen derzeit ist. Speicherchips gelten als unverzichtbare Komponente für KI-Rechenzentren und Large Language Models – und der Markt scheint bereit, diese Überzeugung mit Milliarden zu untermauern.

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