Royal Bank of Canada schlägt Erwartungen mit starkem Wealth-Management
Kanadas größte Bank übertrifft im ersten Quartal die Analystenschätzungen dank kräftiger Gewinne in der Vermögensverwaltung und im Privatkundengeschäft.

Die Royal Bank of Canada (RBC) hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei C$4,08 und überstieg damit die durchschnittliche Analystenschätzung von C$3,85 laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG. Treiber des Erfolgs waren vor allem das Wealth-Management-Segment und das Privatkundengeschäft.
Das Vermögensverwaltungsgeschäft der RBC verzeichnete einen Nettogewinnanstieg von 32 Prozent auf C$1,3 Milliarden (rund 950 Millionen US-Dollar). Höhere Gebühren aus dem verwalteten Kundenvermögen trieben dieses Wachstum maßgeblich an. Die Bank setzt gezielt auf den Ausbau ihrer Beraterzahl und die internationale Expansion der Sparte.
Auch das Privatkundengeschäft entwickelte sich robust: Der Nettogewinn stieg hier um 17 Prozent auf C$1,96 Milliarden. Dies ist bemerkenswert, da die kanadischen Konsumausgaben trotz hoher Zinsen und einer Schwäche am Immobilienmarkt widerstandsfähiger ausfielen als erwartet.
Handelsgeschäft und Kapitalmarkt unter Druck
Das Kapitalmarktsegment der RBC legte beim Nettogewinn um 3 Prozent auf C$1,48 Milliarden zu. Allerdings belasteten höhere Personalvergütungen und ein Anstieg der Risikovorsorge für Kreditverluste das Ergebnis. Die Ausgaben in diesem Bereich wuchsen im Jahresvergleich um 4 Prozent.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseEine Erholung bei Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie bei Börsengängen (IPOs) stützte das Kapitalmarktgeschäft der kanadischen Banken insgesamt. Volatile Märkte sorgten zudem für verstärkte Portfolioumschichtungen und belebten die Handelsabteilungen.
Kanadische Kreditinstitute setzen angesichts anhaltender Handelsspannungen mit den USA verstärkt auf gebührenbasierte Geschäftsbereiche mit höheren Margen. Das gedämpfte Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen macht margenstärkere Segmente wie Vermögensverwaltung und Kapitalmarktgeschäft für die Banken besonders attraktiv.


