Rückbau des Atomkraftwerks Neckarwestheim beginnt
Bereits im April wurde der Reaktor stillgelegt

Nach fast 50 Jahren der Energieerzeugung aus Atomkraft startet nun der Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim. Bereits im April wurde der Reaktor stillgelegt, und nun beginnt die Phase des Rückbaus. Der Betreiber des Kraftwerks betont, dass eine erneute Aktivierung des Meilers nicht geplant ist.
Auf den ersten Blick wirkt Neckarwestheim bei Heilbronn wie immer. Der Neckar fließt durch die Weinberge und passiert das Kernkraftwerk, das seit Jahrzehnten ein vertrauter Anblick ist. Doch seit dem 16. April ist der Reaktor von Block II abgeschaltet. Bereits 2011 wurde die Stromproduktion in Block I eingestellt. Die Anzeige auf dem Betriebsgelände zeigt nun null Megawatt für Block II. Das Kernkraftwerk ist stillgelegt und die Ära der Atomkraft in Deutschland ist vorbei.
Jörg Michels, Chef der Kernkraftsparte des Energieunternehmens EnBW, führt eine Gruppe Journalisten durch das Kernkraftwerk. Diese Gelegenheit ist selten und möglicherweise eine der letzten. Michels betont, dass die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung bereits vor der Abschaltung erteilt wurde und nun umgesetzt wird.
Der Rundgang führt in das Reaktorgebäude, wo bis vor kurzem Strom für Millionen Haushalte in Baden-Württemberg erzeugt wurde. Besucher müssen Schutzausrüstung tragen, bestehend aus grünem Kittel, gelbem Helm und weißen Schuhen. Michels zeigt das Brennelemente-Lagerbecken, in dem die Brennelemente gelagert sind, einschließlich derjenigen, die bis zuletzt für den Betrieb des Reaktors verantwortlich waren. Der Abbau der Brennelemente wird in ein paar Wochen beginnen, und die sogenannte Primärkreis-Dekontamination wird im Spätsommer starten, um die Strahlenbelastung zu reduzieren.
Der Rückbau von Atomkraftwerken ist ein langwieriger und kostspieliger Prozess. Block II in Neckarwestheim hat in seinen 34 Betriebsjahren über 375 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Im Jahr 2021 stammten 22 Prozent der Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg aus Kernenergie. Michels betont, dass sich das Thema Kernkraft in Deutschland erledigt hat. Stattdessen sollte der Ausbau des Stromnetzes und erneuerbarer Energien vorangetrieben werden.
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Zur AktienanalyseDer Rückbau des Atomkraftwerks Neckarwestheim wird noch Jahre dauern, und die geschätzten Kosten belaufen sich auf 9 Milliarden Euro. Das Projekt wird von den verbliebenen 600 Mitarbeitern koordiniert, und in 15 bis 20 Jahren soll von dem Kernkraftwerk nichts mehr zu sehen sein. Der "point of no return" wurde erreicht, und eine erneute Aktivierung des Meilers ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich.
Der Rückbau des Atomkraftwerks Neckarwestheim ist ein bedeutender Schritt im Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland. Es ist ein komplexes und kostspieliges Unterfangen, das sorgfältig durchgeführt werden muss, um die Sicherheit und den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Der Rückbau wird viele Jahre in Anspruch nehmen, aber es ist ein notwendiger Schritt, um die Risiken der Atomkraft zu minimieren und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Der Prozess erfordert Fachwissen, technische Fähigkeiten und eine umfassende Planung, um sicherzustellen, dass der Rückbau effizient und sicher durchgeführt wird. Der Rückbau des Atomkraftwerks Neckarwestheim ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Energieversorgung in Deutschland.


