ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rückgang der Exporte

Unerwartete Rückgänge, EU-Staaten leiden, USA als Hauptabnehmer, und globale Faktoren belasten die Wirtschaft

Rückgang der Exporte

Die deutsche Exportlandschaft zeigt aktuell Schwächezeichen: Im August 2023 schrumpften die Ausfuhren um 1,2% auf 127,9 Milliarden Euro, was über den von Experten prognostizierten Rückgang von 0,4% liegt. Auch im Juli hatte es bereits eine Reduktion von 1,9% gegeben. Ebenso fielen die Importe um 0,4% auf 111,4 Milliarden Euro, entgegen der von Volkswirten vorhergesehenen Wachstumsrate von 0,5%. Diverse Gründe werden für diesen unerwarteten Rückgang ins Feld geführt.

Ein näherer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Ausfuhren in die EU-Staaten um 1,5% auf 69,6 Milliarden Euro und das übrige Auslandsgeschäft um 0,9% auf 58,3 Milliarden Euro gesunken sind. Dennoch bleibt das Hauptabnehmerland die USA, wohingegen die Exporte nach China sogar eine leichte Zunahme verzeichnen konnten. Eine sorgenvolle Entwicklung, vor allem, da dies der zweite Monat in Folge ist, in dem die Exporte fielen.

Die hieraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen lassen sich bereits erahnen. Ökonom Bastian Hepperle von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe betont die problematische Situation und unterstreicht, dass die „globale Nachfrageschwäche den Unternehmen zunehmend zusetzt“. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING, weist auf weitere Faktoren wie „Reibungsverluste in den Lieferketten“ und Chinas zunehmende Fähigkeit, bisher aus Deutschland importierte Waren selbst zu produzieren, als belastend für die Exportwirtschaft hin.

Die Stimmung unter den Exportunternehmen ist laut dem Münchner ifo-Institut so getrübt wie seit über drei Jahren nicht mehr. Im September fiel das Barometer für die Exporterwartungen auf minus 11,3 Punkte von minus 6,5 Punkten im Vormonat. Dies deutet auf eine fortschreitende Unsicherheit und mögliche zukünftige Schwierigkeiten hin.

Es wird deutlich, dass die Exportwirtschaft in einer Phase der Schwäche steckt. Laut Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen, spürt der deutsche Exportmarkt die Auswirkungen der weltweit gestiegenen Zinsen, da diese die Nachfrage nach deutschen Waren durch erhöhte Finanzierungskosten dämpfen. Insbesondere in einem Szenario, in dem viele Zentralbanken ihre Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation signifikant erhöhen, könnte dies eine nicht zu unterschätzende Belastung darstellen.

ExportDeutschland

Disclaimer