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Rückgang ausländischer Investitionen

Deutschland verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Rückgang ausländischer Investitionen

Die Attraktivität Deutschlands für ausländische Investoren hat laut einer Studie von EY abgenommen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland einen Rückgang von zwölf Prozent bei Neuansiedlungen und Erweiterungen ausländischer Unternehmen, während Frankreich trotz eines Rückgangs von fünf Prozent weiterhin der bevorzugte Standort blieb. Besorgniserregend ist der langfristige Trend, der zeigt, dass Deutschland seit 2017 35 Prozent weniger Investitionsprojekte verzeichnen konnte. Im Gegensatz dazu verlor Großbritannien nur 18 Prozent und Frankreich konnte einen Zuwachs von 20 Prozent verzeichnen.

Die Experten führen diese Entwicklung auf verschiedene Faktoren zurück. Industrielle Investoren wurden durch das rezessive Umfeld, hohe Energiepreise und Bedenken bezüglich der Energieversorgung abgeschreckt. Zudem beeinträchtigen komplexe Bürokratie und hohe Arbeitskosten die Fähigkeit Deutschlands, ausländische Unternehmen anzuziehen. London etablierte sich als führende Investitionsregion in Europa, gefolgt von Paris, während Frankreich insgesamt von den Auswirkungen des Brexits profitierte.

Julie Linn Teigland von EY betonte die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um Europa im globalen Wettbewerb wettbewerbsfähig zu halten. Investitionen seien entscheidend für die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Förderung von Innovationen und das Ankurbeln der Exporte. Die Studie sollte daher als Weckruf für den gesamten Kontinent dienen und die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität Europas für ausländische Investoren unterstreichen.

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