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Rückgang bei Exxon und Chevron

Trotz Gewinnrückgang wagen beide Unternehmen milliardenschwere Investitionen

Rückgang bei Exxon und Chevron

Ein Jahr nach Rekordergebnissen erleben die US-amerikanischen Energiegiganten Exxon Mobil und Chevron einen beträchtlichen Rückgang ihrer Gewinne. Im dritten Quartal verzeichnete Exxon einen Gewinnrückgang von 54 Prozent und schloss mit 9,1 Milliarden Dollar ab. Dennoch gab es auch eine positive Nachricht: Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Erträge wieder, getrieben von der Erholung der Ölpreise. Höhere Kosten im Chemiegeschäft, bedingt durch steigende Rohstoffpreise, wirkten sich jedoch negativ auf die Bilanz aus.

Chevron hingegen meldete einen Gewinn von 6,5 Milliarden Dollar, im Vergleich zu einem Plus von 11,2 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass geplante Wartungsarbeiten in ihren Förderanlagen und Raffinerien die finanziellen Ergebnisse beeinflussen könnten.

Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie konnten beide Unternehmen von sprunghaft ansteigenden Rohölpreisen profitieren und im Jahr 2022 beeindruckende Gewinnzahlen verzeichnen. Diese florierende finanzielle Lage nutzten die Konzerne für strategische Investitionen. Im Besonderen stach hierbei Exxon hervor: Der Konzern kündigte Anfang Oktober den Kauf von Pioneer Natural Resources für 59,5 Milliarden Dollar an. Dies markierte nicht nur die bedeutendste Übernahme des Jahres, sondern auch den größten Deal für Exxon seit dem Erwerb von Mobil im Jahr 1998 für 81 Milliarden Dollar.

Aber auch Chevron setzte Zeichen im Mergers-and-Acquisitions-Markt. Das Unternehmen beabsichtigt, in einem Aktiendeal im Wert von 53 Milliarden Dollar den kleineren Konkurrenten Hess zu übernehmen.

Trotz der rückläufigen Gewinne aufgrund fallender Rohölpreise und steigender Kosten in den letzten Monaten, bleiben die Konzernleitungen zuversichtlich. Ein besonders beruhigendes Zeichen für Investoren war die Äußerung von Exxon-Finanzchefin Kathryn Mikells. Sie betonte die solide Bargeldposition des Unternehmens und gab zu verstehen, dass Exxon gut aufgestellt ist, um flexibel auf Veränderungen im Rohstoffzyklus reagieren zu können, auch wenn sich der Wind gegen die Branche drehen sollte.

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