ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ruhestand: Warum die Angst vor Geldmangel oft unbegründet ist

Eine neue Studie zeigt: Viele Rentner haben am Ende mehr Geld als zu Beginn des Ruhestands – trotz regelmäßiger Ausgaben.

Ruhestand: Warum die Angst vor Geldmangel oft unbegründet ist

Viele Menschen fürchten im Ruhestand, ihr Erspartes zu schnell aufzubrauchen. Doch eine neue Studie von Corebridge Financial, einem der führenden US-amerikanischen Anbieter von Lebensversicherungen und Rentenprodukten, zeichnet ein überraschendes Bild: Rund 60 Prozent der bereits im Ruhestand befindlichen Personen verfügen heute über mehr Kapital als zu Beginn ihres Ruhestands. Weitere 14 Prozent berichten, ihr Vermögen sei in etwa gleich geblieben.

Das bedeutet: Bei knapp drei Viertel aller befragten Rentner hat das Vermögen nicht abgenommen – obwohl sie aktiv Geld für ihren Lebensunterhalt ausgeben. Nur rund ein Viertel der Studienteilnehmer verzeichnete einen gewissen Wertverlust des eigenen Vermögens. Ein kleiner Teil der Befragten wusste es schlicht nicht oder verfolgte die Entwicklung des Depotwerts nicht genau.

Der Zinseszins-Effekt als stiller Vermögensmacher

Das Phänomen lässt sich vor allem mit dem Zinseszins-Effekt erklären. Wer sein Kapital investiert hält, profitiert davon, dass die Wachstumsrate des Portfolios die laufenden Ausgaben übersteigen kann – selbst dann, wenn man reist, Golf spielt oder sich ehrenamtlich engagiert. In einem solchen Szenario ist es möglich, mit 90 Jahren über ein größeres Vermögen zu verfügen als mit 65 Jahren zu Beginn des Ruhestands.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Befund besonders relevant. Hierzulande ist die Sorge vor Altersarmut und dem Aufbrauchen der Ersparnisse weit verbreitet. Viele Ruheständler neigen dazu, übermäßig sparsam zu leben – aus Angst, das Geld könnte nicht reichen. Die Studienergebnisse legen nahe, dass diese Zurückhaltung in vielen Fällen unnötig ist und im Nachhinein zu Bedauern führen kann, wenn man auf Erlebnisse und Lebensqualität verzichtet hat.

Übermäßige Sparsamkeit kann Lebensqualität kosten

Die Studie von Corebridge Financial macht deutlich, dass die psychologische Hürde, im Ruhestand Geld auszugeben, für viele Menschen real und belastend ist. Wer jahrzehntelang gespart hat, tut sich oft schwer damit, dieses Verhalten abzulegen – selbst wenn die finanzielle Lage es erlauben würde. Diese Sorge kann dazu führen, dass Rentner auf Reisen, Hobbys oder andere Ausgaben verzichten, die ihren Alltag bereichern würden.

Dabei zeigen die Zahlen: Die Mehrheit der Rentner mit soliden Ersparnissen befindet sich auf einem Kurs, bei dem das Vermögen trotz Ausgaben stabil bleibt oder sogar wächst. Wer sein Portfolio gut aufgestellt hat und von Kapitalerträgen sowie dem Zinseszins profitiert, muss nicht zwangsläufig jeden Euro zweimal umdrehen.

Natürlich gilt dies nicht für alle Rentner gleichermaßen. Rund ein Viertel der Befragten verzeichnete einen Rückgang des Vermögens – was zeigt, dass eine solide Finanzplanung und regelmäßige Überprüfung der eigenen Situation unerlässlich bleiben. Dennoch liefert die Studie ein wichtiges Gegengewicht zur weit verbreiteten Angst vor dem finanziellen Ruin im Alter.

Ruhestand ErsparnisseAltersvorsorgeZinseszins RenteRentner VermögenAngst Geldmangel AlterCorebridge Financial StudieFinanzplanung Ruhestand

Disclaimer