Russischer MOEX Russia Index bricht um 4,18 Prozent ein
Bergbau, Öl und Gas sowie Energie belasteten den russischen Aktienmarkt am Freitag massiv.

Die russischen Aktienmärkte schlossen am Freitag deutlich im Minus. Der MOEX Russia Index, das wichtigste Börsenbarometer Russlands, verlor zum Handelsschluss in Moskau 4,18 Prozent. Besonders die Sektoren Bergbau, Öl und Gas sowie Energie drückten die Kurse nach unten.
Das Ausmaß der Verluste spiegelte sich auch im Verhältnis von Verlierern zu Gewinnern wider: An der Moskauer Börse überwogen die Verlierer mit einem Verhältnis von 209 zu 38, während 7 Werte unverändert schlossen. Die Marktstimmung war damit eindeutig negativ.
Größte Verlierer des Handelstages
Zu den schwächsten Werten zählte AFK Sistema PJSC (MCX: AFKS), die um 7,09 Prozent oder 0,63 Punkte auf 8,23 fielen. Der Aluminiumriese United Company Rusal IPJSC (MCX: RUAL) verlor 6,60 Prozent oder 1,75 Punkte und schloss bei 24,78. Der E-Commerce-Konzern OZON (MCX: OZON) verzeichnete ebenfalls ein deutliches Minus von 6,34 Prozent oder 197,00 Punkten und notierte zum Handelsschluss bei 2.912,00.
Gegen den negativen Trend konnten sich nur wenige Titel behaupten. Die Aktien der Moskovskiy Kreditnyi Bank PAO (MCX: CBOM) stiegen um 3,94 Prozent oder 0,44 Punkte auf 11,60 und erreichten damit sogar ein neues Allzeithoch. Moskovskaya Birzha PJSC (MCX: MOEX) legte um 0,51 Prozent oder 0,78 Punkte auf 153,93 zu, während PIK SHb PJSC (MCX: PIKK) um 0,37 Prozent oder 2,10 Punkte auf 575,00 stieg.
Volatilität und Rubel unter Druck
Besonders auffällig war der starke Anstieg des russischen Volatilitätsindex RVI, der die implizite Volatilität von Optionen auf den MOEX Russia Index misst. Er kletterte um 24,99 Prozent auf 42,52 – ein deutliches Zeichen für die erhöhte Unsicherheit unter Marktteilnehmern. Ein steigender Volatilitätsindex signalisiert in der Regel, dass Anleger mit stärkeren Kursschwankungen rechnen.
Auch der russische Rubel stand unter Druck. Das Währungspaar USD/RUB legte um 3,32 Prozent auf 85,83 zu, was einer deutlichen Abwertung des Rubels gegenüber dem US-Dollar entspricht. EUR/RUB stieg um 1,78 Prozent auf 97,46. Der US-Dollar-Index-Future hingegen sank um 0,32 Prozent auf 99,54.
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Zur AktienanalyseRohstoffmärkte zeigen gemischtes Bild
An den Rohstoffmärkten entwickelten sich die Preise freundlicher. Gold-Futures für die Dezember-Lieferung stiegen um 0,26 Prozent oder 11,60 auf 4.432,00 US-Dollar pro Feinunze. Rohöl zur Lieferung im September verteuerte sich um 1,42 Prozent oder 1,15 auf 82,40 US-Dollar pro Barrel. Der Brent-Ölkontrakt für Oktober legte sogar um 1,76 Prozent oder 1,53 auf 88,60 US-Dollar pro Barrel zu.
Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten konnte die Verluste am russischen Aktienmarkt jedoch nicht kompensieren. Für deutsche Anleger, die russische Wertpapiere im Blick behalten, bleibt der Markt angesichts des starken Volatilitätsanstiegs und der Rubelabwertung ein schwieriges Terrain.


