ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Russischer Rubel erreicht Höchststand vor Putins China-Besuch

Der Rubel klettert auf den stärksten Stand seit Februar 2023 – gestützt durch hohe Ölpreise und Erwartungen neuer Energieabkommen.

Russischer Rubel erreicht Höchststand vor Putins China-Besuch

Der russische Rubel hat am Dienstag gegenüber dem chinesischen Yuan den höchsten Stand seit Februar 2023 erreicht. An der Moskauer Börse stieg der Rubel auf 10,45 Yuan – und damit auf ein Niveau, das zuletzt vor über drei Jahren verzeichnet wurde. Auslöser ist der bevorstehende Staatsbesuch von Präsident Wladimir Putin in China, bei dem neue Wirtschaftsabkommen erwartet werden.

Auch gegenüber dem US-Dollar legte die russische Währung deutlich zu. Laut LSEG-Daten überschritt der Rubel am Dienstag erstmals seit März 2023 wieder die Marke von 72 Rubel je Dollar. Seit dem 1. April hat die russische Währung damit rund 12 Prozent gegenüber dem Dollar und 11 Prozent gegenüber dem Yuan gewonnen.

Ölpreise und Sanktionsausnahmen stützen den Rubel

Mehrere Faktoren treiben die Stärke des Rubels an. Hohe Ölpreise infolge des Krieges im Nahen Osten sorgen für steigende Energieeinnahmen. Hinzu kommt eine überraschende 30-tägige Verlängerung der US-Sanktionsausnahme für russisches Öl sowie die Erwartung neuer Geschäftsabschlüsse zwischen Moskau und Peking. „Abgesehen von dem Faktor erhöhter Devisenverkäufe durch Exporteure könnte der Rubel auch durch Nachrichten über die geplanten Inhalte der Gespräche zwischen den Staatschefs von Russland und China gestützt werden", erklärten Analysten der Bank Saint Petersburg.

Viele Marktbeobachter sehen Russland als einen der Hauptprofiteure des Konflikts im Nahen Osten, der zu erheblichen Störungen der globalen Energieversorgung geführt hat. Die gestiegenen Ölpreise füllen die russischen Staatskassen und stärken die Zahlungsbilanz des Landes – trotz der umfangreichen westlichen Sanktionen.

Handel zwischen Russland und China boomt

Der bilaterale Handel zwischen Russland und China hat ein Volumen von rund 240 Milliarden US-Dollar erreicht. Juri Uschakow, außenpolitischer Berater des Kremls, betonte vor dem Besuch, dass „praktisch alle" Zahlungen in diesem Handelsvolumen mittlerweile in Yuan und Rubel abgewickelt werden. Damit umgehen beide Länder gezielt westliche Sanktionen, die auf den US-Dollar als Zahlungswährung abzielen.

China ist der mit Abstand größte Abnehmer russischen Öls. Im ersten Quartal dieses Jahres steigerte Russland seine Öllieferungen nach China um mehr als ein Drittel auf 31 Millionen Tonnen, wie Uschakow am Montag mitteilte. Diese enge Energiepartnerschaft bildet das Rückgrat der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.

Gaspipeline „Power of Siberia 2" auf der Agenda

Bei den Gesprächen zwischen Putin und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping stehen neue Energieabkommen im Mittelpunkt. Besonders im Fokus steht die geplante Gaspipeline „Power of Siberia 2", die Gas von der Jamal-Halbinsel in Westsibirien nach China transportieren soll. Ein solches Abkommen würde die energiewirtschaftliche Verflechtung beider Länder weiter vertiefen und Russland einen dauerhaften Absatzmarkt für seine Gasreserven sichern.

Für deutsche Anleger und Beobachter verdeutlicht die Rubelstärke, wie eng die russische Wirtschaft trotz westlicher Sanktionen mit dem chinesischen Markt verknüpft ist. Die Verlagerung des Handels auf Yuan und Rubel sowie die wachsenden Energielieferungen nach Asien zeigen, dass Russland erfolgreich alternative Wirtschaftsstrukturen aufbaut – mit weitreichenden Folgen für die globalen Energiemärkte.

Russischer RubelYuanPutin China BesuchÖlpreise RusslandPower Of Siberia 2Russland China HandelRubel Kurs

Disclaimer