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Russland verkauft Uran-Beteiligungen an China

Kasachische Minen sichern Chinas Zugang zu wichtigen Atomressourcen für die Zukunft

Russland verkauft Uran-Beteiligungen an China

Russlands staatliche Atomenergiegesellschaft Rosatom hat ihre Anteile an bedeutenden kasachischen Uranvorkommen an chinesische Unternehmen veräußert. Dies gab Kazatomprom, Kasachstans staatlich kontrolliertes Nuklearunternehmen, bekannt. Konkret geht es um Anteile an der Zarechnoye-Mine sowie dem Khorasan-U-Joint-Venture, an denen Rosatoms Tochtergesellschaft Uranium One Group bisher beteiligt war.

Laut Kazatomprom hat Uranium One Group seine 49,979-prozentige Beteiligung an der Zarechnoye-Mine an die SNURDC Astana Mining Company Limited verkauft. Das Unternehmen steht letztlich unter Kontrolle der chinesischen State Nuclear Uranium Resources Development Company. Zudem soll Uranium One Group 30 Prozent seiner Beteiligung am Khorasan-U-Joint-Venture an die China Uranium Development Company Limited abgeben, deren Nutznießer die China General Nuclear Power Corporation (CGN) ist. Kazatomproms eigene Beteiligungen bleiben nach eigenen Angaben von diesen Verkäufen unberührt.

Die Zarechnoye-Mine verfügte Anfang 2024 über Uranreserven von etwa 3.500 Tonnen. Die Khorasan-U-Beteiligung betrifft den Kharasan-1-Block des Severny-Kharasan-Vorkommens, das im Zhanakorgan-Distrikt der kasachischen Kyzylorda-Region liegt. Die Reserven des Severny-Kharasan-Vorkommens beliefen sich zu Beginn des Jahres auf etwa 33.000 Tonnen. Kazatomprom erwartet, dass die Förderaktivitäten dort bis zum Jahr 2038 andauern werden.

Ein offizieller Kommentar von Rosatom blieb zunächst aus. Nach Angaben von Kazatomprom produzierte Uranium One im Jahr 2023 insgesamt 4.831 Tonnen Uran in Kasachstan. Kazatomprom betonte zudem seine führende Rolle in der globalen Uranindustrie. Das Unternehmen ist der weltweit größte Uranproduzent und verfügt über die umfassendsten Reserven. Im Jahr 2023 trug Kazatomprom zu rund 20 Prozent der weltweiten Primäruranproduktion bei.

Die Verkäufe von Rosatoms Beteiligungen kommen inmitten einer zunehmenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und China zustande. Während Rosatom seine Anteile an den kasachischen Uranvorkommen aufgibt, sichert sich China somit einen weiteren Zugang zu wichtigen Ressourcen für seine wachsende Atomindustrie. Kazatomproms Stellung als dominanter Akteur im Uransektor bleibt davon unberührt.

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