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Russland weist US-Ansprüche auf Ölvermögen in Venezuela zurück

Moskau lehnt amerikanische Kontrollansprüche über russische Ölvermögenswerte in Venezuela entschieden ab. Gleichzeitig droht Trump mit 25-prozentigen Zöllen gegen Länder, die mit dem Iran Handel treiben.

Russland weist US-Ansprüche auf Ölvermögen in Venezuela zurück

Russland hat die Forderungen der USA nach Kontrolle über russische Ölvermögenswerte in Venezuela kategorisch zurückgewiesen. Die Spannungen verschärfen sich, nachdem US-Präsident Donald Trump Ansprüche auf die Kontrolle über die venezolanischen Ölreserven erhoben hatte.

Russische Vermögenswerte bleiben unter Moskauer Kontrolle

Die russische Firma Roszarubezhneft stellte am Dienstag klar, dass sämtliche Vermögenswerte des Unternehmens in Venezuela Eigentum des russischen Staates seien. Das Unternehmen, das einer Einheit des russischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung gehört, übernahm 2020 die venezolanischen Beteiligungen der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft. Dies geschah, nachdem Washington Sanktionen gegen Rosneft-Einheiten wegen des Handels mit venezolanischem Öl verhängt hatte.

In einer offiziellen Erklärung betonte Roszarubezhneft, dass alle Vermögenswerte "Eigentum des russischen Staates" seien und dies im Einklang mit venezolanischem Recht, Völkerrecht und bilateralen Abkommen stehe. Das Unternehmen kündigte an, seinen Verpflichtungen gegenüber internationalen Partnern in Venezuela weiterhin nachzukommen.

Trump erhebt Anspruch auf venezolanische Ölreserven

Trump hatte öffentlich erklärt, die Kontrolle über die weltgrößten Ölreserven Venezuelas in Zusammenarbeit mit US-Ölkonzernen anstreben zu wollen. Dies geschah im Kontext der Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, den Trump als "drogenhandelnden Diktator" bezeichnete. Maduro bekannte sich nicht schuldig.

Zusätzlich beschlagnahmten die USA einen mit Venezuela verbundenen, russisch geflaggten Öltanker nach einer wochenlangen Verfolgungsjagd. Während Präsident Putin sich nicht öffentlich zu den US-Operationen äußerte, forderte das russische Außenministerium die Freilassung Maduros und rief zu Dialog auf.

Langjährige Energiepartnerschaft zwischen Moskau und Caracas

Russland und Venezuela pflegen seit Jahren enge Beziehungen, die Energiekooperation, militärische Verbindungen und hochrangige politische Kontakte umfassen. Im November genehmigte die venezolanische Nationalversammlung eine 15-jährige Verlängerung der Joint Ventures zwischen dem staatlichen Unternehmen PDVSA und Roszarubezhneft. Diese betreiben zwei Ölfelder in der westlichen Region des südamerikanischen Landes.

Trump droht mit 25-Prozent-Zöllen gegen Iran-Handelspartner

Unabhängig von den Venezuela-Spannungen kündigte Trump 25-prozentige Zölle auf Importe aus Ländern an, die Geschäfte mit dem Iran tätigen. Diese Maßnahme soll "sofort in Kraft treten" und gefährdet das fragile Handelsabkommen zwischen Washington und Peking, da der Iran Chinas größter Handelspartner ist.

Das im Oktober erzielte Interimsabkommen zwischen den USA und China beinhaltete eine Rücknahme von US-Strafzöllen und die Aussetzung chinesischer Exportkontrollen für Seltene Erden. China reagierte prompt und erklärte, alle "rechtswidrigen einseitigen Sanktionen" abzulehnen und "alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz seiner Interessen zu ergreifen.

Massive Eskalation im Handelskonflikt befürchtet

Deborah Elms, Leiterin der Handelspolitik bei der Hinrich Foundation, bezeichnete die angedrohten 25 Prozent als "massive Eskalation". Sie warnte vor einem erneuten Schlagabtausch, der Hoffnungen auf US-Sojabohnenexporte nach China zunichtemachen könnte. In der Vergangenheit waren die Zollsätze im Handelsstreit auf bis zu 145 Prozent gestiegen.

China hält an Iran-Ölimporten fest

Als weltgrößter Ölimporteur bezieht China seit Langem Rohöl aus dem Iran und bietet Teheran damit eine wichtige wirtschaftliche Lebensader. Die iranischen Rohöllieferungen nach China hatten sich zwischen 2017 und 2024 auf über 1,2 Millionen Barrel pro Tag mehr als verdoppelt.

Allerdings sind die Importe im Zuge verschärfter US-Sanktionen zurückgegangen. Im Zeitraum Januar bis November 2025 fielen sie laut offiziellen Daten um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Professor Cui Shoujun von der Renmin-Universität China erklärte dennoch, Peking werde seine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran aufgrund der Zoll-Drohung nicht reduzieren.

Ungewisse Umsetzung der Zollmaßnahmen

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Zölle tatsächlich umgesetzt werden. Der Oberste Gerichtshof der USA könnte noch über die Rechtmäßigkeit der Zollanwendung entscheiden. Scott Kennedy vom Center for Strategic and International Studies vermutet, dass die Drohung eher Trumps wechselndem Fokus geschuldet sei als einer gezielten Strategie vor dem geplanten Gipfeltreffen im April. Er betonte jedoch, dass China bereit sei, mit ernsthaften Gegenmaßnahmen zu reagieren.

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