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Russlands Ölproduktexporte gehen 2024 deutlich zurück

Drohnenangriffe, Exportverbote und steigende Kosten belasten die Raffinerien

Russlands Ölproduktexporte gehen 2024 deutlich zurück

Russlands seegestützte Ölexporte von raffinierten Produkten sind im Jahr 2024 um 9,1 % auf 113,7 Millionen Tonnen gesunken. Diese Entwicklung resultierte aus einer Kombination von Herausforderungen, darunter Drohnenangriffe auf Raffinerien, ein Exportverbot, sinkende Preise und gestiegene Rohstoffkosten. Daten aus der Industrie zeigen, dass mehrere russische Raffinerien, darunter die Anlagen von Lukoil in Wolgograd, Gazprom Neft in Omsk, sowie die Raffinerien in Slavyansk, Novoshakhtinsk und Tuapse, durch ukrainische Drohnenangriffe beeinträchtigt wurden.

Neben den physischen Schäden standen die Raffinerien unter finanziellen Druck. Fallende Preise für Ölprodukte und steigende Kosten für Rohmaterialien belasteten die Margen. Zusätzlich erschwerte das russische Exportverbot für Benzin die Lage weiter. Infolge dieser Faktoren fiel die Ölverarbeitung in Russland auf etwa 267 Millionen Tonnen im Jahr 2024 – den niedrigsten Stand seit 2012. Ungeplante Ausfälle und schwächere Gewinnmargen wirkten sich ebenfalls negativ aus.

Die Ölproduktexporte über die Ostseehäfen Russlands, darunter Primorsk, Vysotsk, St. Petersburg und Ust-Luga, gingen im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 61,96 Millionen Tonnen zurück. In den Häfen am Schwarzen Meer und Asowschen Meer sanken die Exporte um 10 % auf 42,75 Millionen Tonnen. Besonders gravierend waren die Rückgänge am Schwarzen Meer-Hafen Tuapse, wo die Exportmengen um ein Drittel auf 9,1 Millionen Tonnen zurückgingen. Grund dafür waren Produktionsausfälle nach Drohnenangriffen und eine geringere Raffinierungskapazität in der Raffinerie von Rosneft.

Im Gegensatz dazu stiegen die Brennstoffexporte aus dem Hafen von Novorossiisk am Schwarzen Meer um 4 % auf 19 Millionen Tonnen. In den arktischen Häfen Murmansk und Archangelsk sanken die Exporte um 14 % auf 1,01 Millionen Tonnen. In den Häfen des Fernen Ostens fiel die Menge im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 7,97 Millionen Tonnen.

Im Dezember 2024 zeigte sich eine vorübergehende Erholung der Exporte, die im Monatsvergleich um 10,8 % auf 10,37 Millionen Tonnen stiegen. Davon entfielen 4,17 Millionen Tonnen auf die Schwarzmeer- und Asowhäfen, 5,49 Millionen Tonnen auf die Ostseehäfen und 637.100 Tonnen auf die Häfen im Fernen Osten. Trotz dieses Anstiegs blieb der Jahresdurchschnitt hinter den Erwartungen zurück.

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