Rüstungsaktien auf Rekordhoch: Geopolitik erschüttert deutsche Wirtschaft
Eskalation im Nahen Osten treibt europäische Verteidigungswerte stark nach oben – mit weitreichenden Folgen für Logistik und deutsche Finanzmärkte.

Der 5. März 2026 steht im Zeichen geopolitischer Verwerfungen: Die Eskalation im Nahen Osten, darunter Angriffe zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die Schließung der Straße von Hormuz, hat europäische Rüstungsaktien auf Talfahrt gebracht – nach oben. BAE Systems führte die Rally mit einem Plus von 7,9 Prozent an, Saab und Thales legten jeweils 6,1 Prozent zu. Hensoldt gewann 5,2 Prozent, Kongsberg und Leonardo je 4,7 Prozent, Rheinmetall und Dassault Aviation stiegen um 3,5 Prozent.
Citi-Analyst Charles Armitage erwartet, dass vor allem Unternehmen mit Schwerpunkt auf Luftabwehrsystemen weiter in den Fokus von Investoren rücken. Die Nachfrage nach Rüstungsgütern dürfte angesichts der anhaltenden Unsicherheiten strukturell hoch bleiben. Für deutsche Anleger sind Titel wie Rheinmetall und Hensoldt dabei besonders relevant.
Logistik unter Druck, DHL mit verhaltenem Ausblick
Die Sperrung der Straße von Hormuz zwingt Reedereien wie Maersk und Hapag-Lloyd zur Umfahrung Afrikas – mit deutlich höheren Kosten und längeren Lieferzeiten. DHL prognostiziert für 2026 zwar ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 6,2 Milliarden Euro, betont jedoch ausdrücklich, dass diese Prognose keine Verbesserung des geopolitischen Umfelds einkalkuliert. Im vierten Quartal 2025 sank der operative Gewinn um 1,3 Prozent; der Speditionsbereich brach um 36 Prozent ein.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDHL-Chef Tobias Meyer machte die schwache Konjunktur in Europa, „besonders in Deutschland


