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Rüstungsaktien: Drei Investments für Trumps Iran-Verteidigungsbudget

Das Weiße Haus beantragt 200 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg – diese drei Investments könnten profitieren.

Rüstungsaktien: Drei Investments für Trumps Iran-Verteidigungsbudget

Die Trump-Administration hat beim US-Kongress 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Iran-Krieges beantragt. Dies kommt zusätzlich zur bereits angekündigten Erhöhung des Militärbudgets für 2027 von 1 Billion auf 1,5 Billionen Dollar. Das enorme Ausgabenwachstum weckt großes Interesse an Rüstungsunternehmen und Firmen, die sich mit künstlicher Intelligenz für militärische Anwendungen beschäftigen.

Der Spade Defense Index, der börsennotierte Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung und Heimatschutz abbildet, zählt zu den stärksten Performern der jüngsten Zeit. Seit dem 30. März legte der Index um 11 Prozent zu. Für Anleger stellt sich die Frage, welche konkreten Investments von diesem Trend profitieren können.

Palantir Technologies: KI-gestützte Zielerfassung für das Pentagon

Palantir Technologies (PLTR) blickt auf eine lange Geschichte mit dem US-Militär zurück. Das Datenanalyseunternehmen soll die Informationen geliefert haben, die 2011 zur Ergreifung von Osama bin Laden führten. Seitdem haben die Verträge mit dem Pentagon und den Geheimdiensten stetig zugenommen.

Das Kernprodukt für militärische Anwendungen ist die Gotham-Plattform. Sie nutzt künstliche Intelligenz und verarbeitet Daten aus Tausenden von Quellen – darunter globale Satellitenbilder – um KI-gestützte Zielidentifizierung und -analyse zu ermöglichen. Militärische Befehlshaber und Geheimdienste können Gotham für Echtzeit-Entscheidungen in Gefechtssituationen einsetzen.

CEO Alex Karp erklärte in einem Interview mit Wired im November 2025: „Man braucht High-End-Satelliten, man muss in der Lage sein, mit den Satelliten zu koordinieren, und man braucht Software und große Sprachmodelle. Es ist ein Vorteil für Amerika, weil wir in diesen Bereichen sehr stark sind."

Die Finanzzahlen unterstreichen das Wachstum: Im vierten Quartal erzielte Palantir einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein die Einnahmen von der US-Regierung beliefen sich auf 570 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 66 Prozent entspricht.

AeroVironment: Drohnen und taktische Raketensysteme

AeroVironment (AVAV) mit Sitz in Arlington, Virginia – in unmittelbarer Nähe des Pentagons – ist ein Rüstungsunternehmen, das auf Drohnen und taktische Raketensysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen verfügt über zahlreiche Militärverträge und verzeichnete im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (zum 31. Januar) einen Umsatz von 408 Millionen Dollar – ein beeindruckendes Plus von 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jüngstes Produkt ist die erst diesen Monat angekündigte Mayhem 10, ein unbemanntes System, das zur Überwachung, elektronischen Kriegsführung, Kommunikation und für Präzisionsschläge eingesetzt werden kann. Die Drohne hat eine Reichweite von rund 100 Kilometern und trägt eine Nutzlast von etwa 4,5 Kilogramm.

CEO Wahid Nawabi kommentierte die Markteinführung: „Mayhem 10 setzt einen neuen Standard für operative Vielseitigkeit und Überlebensfähigkeit auf dem modernen Schlachtfeld." Das Produkt verdeutlicht den Trend zur multifunktionalen Drohnentechnologie, die zunehmend im Mittelpunkt moderner Kriegsführung steht.

Invesco Aerospace & Defense ETF: Breite Diversifizierung auf einen Schlag

Wer sich nicht auf eine einzelne Aktie festlegen möchte, findet im Invesco Aerospace & Defense ETF (PPA) eine breit gestreute Alternative. Der ETF bildet den Spade Defense Index ab und verwaltet ein Vermögen von 8,3 Milliarden Dollar. Die jährliche Kostenquote beträgt 0,58 Prozent – bei einer Anlage von 10.000 Dollar entspricht das 58 Dollar pro Jahr.

Der PPA ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter ETF, der sicherstellt, dass keine einzelne Aktie mehr als 10 Prozent Gewichtung erhält. Aktuell sind 60 Unternehmen im ETF vertreten. Die fünf größten Positionen machen zusammen 36,2 Prozent des Portfolios aus, was das Klumpenrisiko begrenzt.

Für deutsche Privatanleger bietet der PPA einen einfachen Zugang zu den größten US-Rüstungsunternehmen, die vom steigenden Pentagon-Budget profitieren dürften – ohne das Risiko einer Einzeltitelauswahl. Angesichts der massiv steigenden Verteidigungsausgaben der Trump-Administration könnte der Sektor auch mittelfristig ein interessantes Investmentthema bleiben.

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