ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rüstungsaktien im April: Textron, Leidos und Huntington Ingalls im Fokus

Trotz US-Iran-Konflikt fallen große Rüstungsaktien – doch clevere Anleger sehen darin eine Kaufgelegenheit.

Rüstungsaktien im April: Textron, Leidos und Huntington Ingalls im Fokus

Rüstungsaktien und Krieg – das klingt nach einer einfachen Gleichung: Konflikt steigt, Aktien steigen. Doch die Realität sieht derzeit anders aus. Seit Bomben auf den Iran fielen, haben die Aktien großer US-Rüstungskonzerne wie General Dynamics, Lockheed Martin und RTX nachgegeben. RTX, das früher unter dem Namen Raytheon bekannt war, fiel dabei nur minimal von 202 auf 201 US-Dollar – doch auch das ist ein Rückgang.

Dieses Phänomen überrascht viele Marktbeobachter. Üblicherweise wird erwartet, dass Rüstungsunternehmen in Kriegszeiten von erhöhter Nachfrage profitieren. Dass die Kurse stattdessen fallen, deutet darauf hin, dass Wall-Street-Analysten den Konflikt als kurzlebig einschätzen und ihren Kunden entsprechend raten. Die Erwartung: Frieden steht vor der Tür, die Lage normalisiert sich bald.

Die Kriegskosten als langfristiger Kurstreiber

Laut Ökonomen der Harvard Kennedy School geben die USA täglich zwei Milliarden US-Dollar im und um den Iran aus. Nach 44 Tagen des Konflikts summiert sich das auf 88 Milliarden US-Dollar – ein Betrag, der laut Daten von S&P Global Market Intelligence in etwa dem Jahresumsatz von RTX entspricht und sogar höher liegt als der Jahresumsatz von General Dynamics oder Lockheed Martin.

Diese enormen Summen fließen in Munition, die verbraucht und ersetzt werden muss, sowie in die Abnutzung von Flugzeugzellen und Schiffsrümpfen, die Reparatur und Wartung erfordern. Genau hier liegt das langfristige Argument für Rüstungsaktien: Der Wiederaufbau militärischer Kapazitäten nach einem Konflikt treibt den Umsatz der Rüstungskonzerne über Jahre hinweg in die Höhe – und damit potenziell auch die Gewinne.

Kaufgelegenheit für antizyklische Anleger

Während viele Investoren derzeit Rüstungsaktien verkaufen, sehen antizyklisch denkende Anleger genau jetzt eine Einstiegschance. Die Aktien von Textron, Leidos und Huntington Ingalls werden als besonders attraktiv bewertet – günstiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Die Logik dahinter ist klar: Wenn der Konflikt endet und das US-Militär beginnt, verbrauchte Bestände aufzufüllen und beschädigte Ausrüstung zu ersetzen, dürften die Auftragsbücher der Rüstungskonzerne anschwellen. Wer jetzt kauft, während die Kurse unter Druck stehen, könnte von dieser Erholungswelle profitieren.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Trend ebenfalls relevant. US-Rüstungsunternehmen sind an deutschen Börsen handelbar und profitieren von einem strukturell steigenden Verteidigungsbudget der USA. Zudem hat die NATO-Debatte über höhere Verteidigungsausgaben auch europäische Rüstungskonzerne ins Rampenlicht gerückt – der Sektor insgesamt steht vor einem mehrjährigen Wachstumszyklus.

Die aktuelle Kursschwäche bei etablierten US-Rüstungswerten könnte sich im Rückblick als attraktiver Einstiegszeitpunkt erweisen – vorausgesetzt, Anleger sind bereit, einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont einzunehmen und die kurzfristige Volatilität auszusitzen.

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