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Safran kämpft um Microtecnica: Sicherheit und europäische Rüstungsindustrie

Garantien für Luftwaffenversorgung und Zusammenarbeit in Zeiten geopolitischer Spannungen

Safran kämpft um Microtecnica: Sicherheit und europäische Rüstungsindustrie

Safran drängt weiterhin auf die Übernahme des Konkurrenten Microtecnica, nachdem Italien sein erstes Übernahmeangebot abgelehnt hat. Die Entscheidung, die Übernahme zu untersagen, wurde mit Sicherheitsbedenken begründet, die von Deutschland geäußert wurden. Microtecnica ist ein wichtiger Zulieferer für deutsche Kampfflugzeuge vom Typ Tornado und Eurofighter, und die Bundesregierung betonte die Notwendigkeit, die Versorgung mit Teilen und Dienstleistungen sicherzustellen.

Die Ablehnung der Übernahme durch Italien hat in Berlin und Paris für Verwunderung gesorgt. In politischen Kreisen wurde argumentiert, dass die deutschen Bedenken nicht ausreichen sollten, um den Deal vollständig zu blockieren. Stattdessen wurde von Safran gefordert, Garantien für die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit der deutschen Luftwaffe zu geben. Safrans Vorstandschef Olivier Andriès signalisierte Bereitschaft, solche Garantien zu liefern und betonte, dass sein Unternehmen bereits ein Zulieferer für den Eurofighter sei.

Die Ablehnung der Übernahme durch Italien wird jedoch von Andriès als Rückschlag für die gesamte europäische Rüstungsindustrie betrachtet. Angesichts der geopolitischen Spannungen in der Ukraine und im Nahen Osten sei es seiner Meinung nach von entscheidender Bedeutung, dass Europa enger zusammenarbeitet. Microtecnica bedient militärische und zivile Kunden aus der Luftfahrtindustrie in Italien, Frankreich und Großbritannien. Safran plant, seine Position als Zulieferer in diesem Segment durch die Übernahme zu stärken.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist Andriès bereit, Gespräche mit Italien und der Bundesregierung zu führen, um Zugeständnisse zu verhandeln. Er betonte die Bereitschaft zum Dialog, wies jedoch auch darauf hin, dass Safran notfalls gegen das Veto aus Italien klagen könnte.

Offiziell hat die italienische Regierung noch keine Stellungnahme zu dem Vorgang abgegeben. Zwar wurde das erste Übernahmeangebot von Safran abgelehnt, jedoch bleibt die Möglichkeit offen, dass ein verbessertes Angebot erneut geprüft werden könnte. Die Zukunft der geplanten Übernahme von Microtecnica durch Safran bleibt also weiterhin ungewiss.

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