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Sainsbury's und ABF: Was Anleger nächste Woche erwartet

Zwei britische Schwergewichte berichten nächste Woche – mit sehr unterschiedlichen Aussichten für Investoren.

Sainsbury's und ABF: Was Anleger nächste Woche erwartet

In der kommenden Börsenwoche stehen mehrere wichtige Unternehmensberichte auf dem Programm. Besonders im Fokus stehen der britische Lebensmittelhändler Sainsbury's mit seinem Q1-Handels-Statement sowie Associated British Foods (ABF) mit einem operativen Update zum dritten Quartal. Beide Unternehmen bewegen sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, das von Kostendruck und einem schwächeren Konsumklima geprägt ist.

Ebenfalls auf der Agenda stehen ein Handels-Statement von Patria Private Equity Trust sowie ein Bericht der Baltic Classifieds Group – beide ohne Vergleichswerte aus dem FTSE 350.

Sainsbury's: Lebensmittel als Wachstumsmotor

Sainsbury's hat im vergangenen Geschäftsjahr solide Zahlen geliefert. Der Einzelhandelsumsatz stieg um 4,3 Prozent auf 30,0 Milliarden Britische Pfund. Treiber dieses Wachstums war vor allem das Lebensmittelgeschäft, das um 5,2 Prozent zulegte. Verbesserte Produkte, eine günstigere Preiswahrnehmung und Initiativen wie der Preisabgleich mit dem Discounter ALDI halfen dem Konzern, Marktanteile von Wettbewerbern zu gewinnen.

Trotz dieser positiven Entwicklung gab Sainsbury's einen enttäuschenden Ausblick ab. Der Mittelwert der Prognose für das Gesamtjahr deutet auf ein stagnierendes bereinigtes Betriebsergebnis von 1,0 Milliarde Britische Pfund hin. Als Belastungsfaktor gilt weiterhin die Tochtergesellschaft Argos, die im Bereich Gebrauchsgegenstände tätig ist und die Gesamtperformance des Konzerns bremst.

Für das Q1-Update in der nächsten Woche dürfte sich das Bild kaum verändert haben. Der britische Lebensmittelmarkt zeigt sich insgesamt widerstandsfähig, und Sainsbury's setzt seinen strategischen Plan, Lebensmittel in den Mittelpunkt zu stellen, konsequent um. Analysten erwarten vorerst keine Änderung der Jahresprognose, da die Inflation überraschend stabil geblieben ist.

Associated British Foods: Weiterer Gegenwind erwartet

Bei Associated British Foods (ABF) sieht die Lage deutlich schwieriger aus. Im ersten Halbjahr sank der Gesamtumsatz währungsbereinigt um 2 Prozent auf 9,5 Milliarden Britische Pfund. Das Kronjuwel des Konzerns, die Modekette Primark, erzielte in diesem Zeitraum lediglich ein bescheidenes Umsatzwachstum von 2 Prozent – getragen ausschließlich durch neue Filialeröffnungen.

Gleichzeitig stagnierte der Umsatz im Lebensmittelbereich, und alle anderen Sparten verzeichneten Rückgänge. Steigende Kosten, unter anderem bedingt durch den Nahostkonflikt, belasteten das Ergebnis erheblich: Das bereinigte Betriebsergebnis brach um 18 Prozent auf 0,7 Milliarden Britische Pfund ein.

Die Aussichten für das Q3-Update bleiben trüb. Insbesondere in Kontinentaleuropa halten sich Verbraucher bei diskretionären Ausgaben spürbar zurück, was den Umsätzen von Primark zusetzt. Die Jahresprognose für das bereinigte Betriebsergebnis wurde bereits auf ein Niveau unterhalb des Vorjahreswerts von 1,7 Milliarden Britische Pfund gesenkt. Marktbeobachter prognostizieren derzeit einen Rückgang von rund 13 Prozent auf 1,5 Milliarden Britische Pfund – eine weitere Herabstufung beim kommenden Update ist nicht auszuschließen.

Fazit für Anleger

Die kommende Berichtswoche liefert wichtige Signale für zwei der bekanntesten britischen Konsumgüterkonzerne. Während Sainsbury's mit seiner Fokussierung auf Lebensmittel eine vergleichsweise stabile Basis hat, kämpft ABF mit strukturellen Herausforderungen in mehreren Geschäftsbereichen. Anleger sollten die Updates genau verfolgen, um einschätzen zu können, ob die bisherigen Jahresprognosen Bestand haben oder weitere Korrekturen drohen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine persönliche Anlageberatung dar. Der Wert von Anlagen kann steigen und fallen. Anleger können weniger zurückerhalten, als sie investiert haben.

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