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Salesforce hebt Umsatzprognose deutlich an

Aktie steigt nach optimistischem Ausblick und milliardenschweren Investitionsplänen für Künstliche Intelligenz

Salesforce hebt Umsatzprognose deutlich an

Salesforce hat mit einer neuen Umsatzprognose die Sorgen über ein nachlassendes Wachstum zerstreut und seine Aktien damit deutlich steigen lassen. Das US-Unternehmen stellte am Mittwoch auf seiner hauseigenen Dreamforce-Konferenz einen Ausblick vor, der für das Jahr 2030 einen Umsatz von über 60 Milliarden Dollar vorsieht. Diese Zahl übertraf die Erwartungen und sorgte dafür, dass die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent zulegte.

Der Softwarekonzern unter der Leitung von Marc Benioff hatte Anfang des Jahres erstmals seit fast drei Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnet. Diese Entwicklung hatte Befürchtungen ausgelöst, dass die wachsenden Investitionen vieler Unternehmen in Künstliche Intelligenz zu Lasten der klassischen Kundensoftware von Salesforce gehen könnten. Der Kurs des Unternehmens war daraufhin im bisherigen Jahresverlauf um mehr als ein Viertel eingebrochen. Die neue Prognose scheint nun geeignet, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Der Ausblick von mehr als 60 Milliarden Dollar Umsatz berücksichtigt noch nicht die geplante Übernahme des Softwareunternehmens Informatica, die im ersten Halbjahr des kommenden Jahres abgeschlossen werden soll. Salesforce will für den Zukauf rund acht Milliarden Dollar aufbringen. Mit der Integration von Informaticas Datenmanagement-Lösungen in die eigenen Cloud-Dienste soll vor allem die Leistungsfähigkeit im Bereich Künstliche Intelligenz erweitert werden.

Zusätzlich kündigte Salesforce ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von sieben Milliarden Dollar an, das innerhalb der nächsten sechs Monate umgesetzt werden soll. Laut Einschätzung von Analysten bei J.P. Morgan spiegele diese Entscheidung das Vertrauen in die Stabilität des freien Cashflows sowie eine bevorstehende Beschleunigung bei Buchungen und Umsätzen wider. Die Analysten erwarten zudem, dass die neue Prognose die Wahrnehmung des Unternehmens wieder in Richtung eines nachhaltigen zweistelligen Wachstums lenken könnte.

Bereits zu Wochenbeginn hatte Salesforce seine Zusammenarbeit mit den KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic ausgeweitet. Deren Modelle werden künftig in die Plattform Agentforce 360 eingebettet, die nun weltweit über die Cloud-Dienste von Salesforce verfügbar ist. Darüber hinaus plant der Konzern, in den kommenden fünf Jahren 15 Milliarden Dollar in San Francisco zu investieren, um die Einführung und Nutzung Künstlicher Intelligenz zu beschleunigen. Analysten von Jefferies sehen darin die Grundlage für eine anhaltend gesunde Margenentwicklung, die Salesforce bis zum Ende des Jahrzehnts auf das Niveau anderer großer Technologiekonzerne bringen könnte.

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