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Samsung und SK Hynix springen nach Temasek-Investmentberichten kräftig an

Der singapurische Staatsfonds Temasek erwägt offenbar Direktinvestitionen in die beiden südkoreanischen Speicherchip-Giganten.

Samsung und SK Hynix springen nach Temasek-Investmentberichten kräftig an

Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix haben am Mittwoch im koreanischen Handel jeweils mehr als 7% zugelegt. Auslöser war ein Bericht des südkoreanischen Mediums Asia Business Daily, wonach der singapurische Staatsfonds Temasek eine Investition in die beiden Speicherchip-Riesen erwägt. Der breite koreanische Leitindex KOSPI profitierte von der Rallye und stieg um über 4%.

Laut dem Bericht, der sich auf relevante Ministerien und Behörden beruft, hat Temasek bereits Kontakt zur koreanischen Regierung aufgenommen, um den Zeitpunkt der Investition abzustimmen. Besonders bemerkenswert: Der Fonds plant, die Investition durch eigenes Personal direkt durchzuführen – ohne den Umweg über externe Vermögensverwaltungsgesellschaften. Es wäre das erste Mal überhaupt, dass Temasek in südkoreanische Aktien investiert.

Temasek sieht Speicherchips als unterbewertet

Der Staatsfonds soll Berichten zufolge die Überzeugung vertreten, dass Speicherchips in der Lieferkette für künstliche Intelligenz weiterhin unterbewertet sind. Temasek gehört zu den größten staatlichen Investmentvehikeln weltweit und verwaltete zuletzt ein Netto-Portfolio im Wert von 518 Milliarden Singapur-Dollar, umgerechnet rund 404,5 Milliarden US-Dollar. Eine offizielle Stellungnahme des Fonds auf eine Medienanfrage blieb zunächst aus.

Zusätzlichen Rückenwind erhielten Samsung und SK Hynix durch Spekulationen, dass beide Unternehmen ihre Aktionärsrenditen erhöhen könnten, um die Aktienkurse angesichts der zuletzt abgekühlten Stimmung im KI-Sektor zu stützen. Beide Titel zählen zu den gefragtesten Aktien des Jahres 2026 und notieren im bisherigen Jahresverlauf trotz erhöhter Volatilität in den vergangenen zwei Monaten noch jeweils mehr als 100% im Plus.

Breite Erholung im asiatischen Chipsektor

Die positive Stimmung beschränkte sich nicht nur auf Korea. Auch andere asiatische Chipwerte legten am Mittwoch deutlich zu und folgten damit den positiven Vorgaben der Wall Street. Hintergrund waren erfreuliche Geschäftszahlen der US-Unternehmen CoreWeave und Super Micro Computer, die den Optimismus für den gesamten Sektor anheizten.

In Japan stiegen Advantest, Kioxia Holdings und Murata Manufacturing zwischen 0,8% und 3,5%. Die chinesische Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) legte in Hongkong um 4% zu, während der taiwanische Chipriese TSMC in Taipeh um 0,8% anzog.

Die starken Ergebnisse von CoreWeave und Kioxia nährten die Hoffnung, dass der KI-getriebene Wachstumstrend im Chipsektor trotz jüngster Zweifel weiterhin intakt ist. Zur Erinnerung: Die wichtigsten Chip-Aktien hatten bis Juni unter erheblichem Druck gestanden, da Investoren zunehmend die als überhöht geltenden KI-Bewertungen in der Branche hinterfragten. Anfang August leitete der Sektor jedoch eine deutliche Erholung ein, die sich nun fortzusetzen scheint.

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