Sanofi trotzt Impfstoffflaute mit starkem Dupixent-Umsatz
Trotz globaler Impfmüdigkeit übertrifft der Pharmakonzern im dritten Quartal die Gewinnerwartungen deutlich

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat im dritten Quartal besser als erwartete Gewinne erzielt. Haupttreiber war die starke Nachfrage nach dem Asthmamittel Dupixent, das Sanofi gemeinsam mit Regeneron entwickelt. Der Umsatz des Medikaments erreichte 4,16 Milliarden Euro und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 4 Milliarden Euro. Insgesamt stieg das operative Ergebnis auf 4,45 Milliarden Euro, während Experten zuvor mit 4,15 Milliarden Euro gerechnet hatten.
Trotz dieser positiven Entwicklung kämpft das Unternehmen mit rückläufigen Impfstoffverkäufen. Die Erlöse aus Grippe- und COVID-19-Impfstoffen sanken im Quartal um 16,8 Prozent. Sanofi verwies auf Preisdruck in Deutschland sowie auf niedrigere Impfraten zu Beginn der Grippesaison in den USA. Laut Finanzchef François-Xavier Roger sei weltweit eine gewisse „Impfmüdigkeit“ nach der COVID-Pandemie zu beobachten. Zudem gebe es derzeit „eine gewisse negative Stimmung rund um Impfstoffe“.
In den USA trage auch die politische Lage zur Unsicherheit bei. Regierungsvertreter hätten Mittel für die Impfstoffforschung gekürzt und die Leitung der Gesundheitsbehörde CDC ausgetauscht, die Impfempfehlungen ausspricht. Roger betonte jedoch die zentrale Bedeutung von Impfungen für die Krankheitsprävention. Da die Grippesaison im Norden gerade begonnen habe, lasse sich die weitere Entwicklung der Impfstoffverkäufe noch schwer abschätzen.
Während die Impfstoffsparte im Quartal 3,36 Milliarden Euro umsetzte und damit im Rahmen der Erwartungen blieb, legten die Gesamterlöse in den USA um 11,1 Prozent auf 6,84 Milliarden Euro zu. Die Stärke anderer Geschäftsbereiche konnte die Schwäche im Impfsegment kompensieren. Sanofi investiert derzeit verstärkt in Forschung und Übernahmen, um seine Abhängigkeit von Dupixent langfristig zu verringern.
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Zur AktienanalyseDas Unternehmen bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr: Ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und ein Gewinnanstieg im niedrigen zweistelligen Bereich, jeweils zu konstanten Wechselkursen. Anleger setzen weiterhin auf die Expansion von Dupixent in neue Anwendungsgebiete, während Sanofi an seiner strategischen Neuausrichtung arbeitet.


