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Santos stoppt Entscheidung über Dorado-Projekt

Verzögerung belastet Carnarvon Energy – Aktienkurs bricht um 23 Prozent ein

Santos stoppt Entscheidung über Dorado-Projekt

Der australische Energiekonzern Santos hat die Entscheidung über das geplante Öl- und Gasprojekt Dorado in Westaustralien verschoben. Das Vorhaben, das mit mehr als drei Milliarden australischen Dollar veranschlagt wurde, steht damit vor einer ungewissen Zukunft. Diese Entwicklung führte zu einem drastischen Rückgang der Aktien des Minderheitspartners Carnarvon Energy, die um etwa 23 Prozent einbrachen. Zum Handelsschluss verzeichnete das Unternehmen den größten Tagesverlust im lokalen All Ordinaries Index.

Santos besitzt einen Anteil von 80 Prozent an dem Dorado-Projekt, während Carnarvon Energy sowie die staatliche CPC Corporation aus Taiwan jeweils 10 Prozent halten. Laut einer Stellungnahme von Santos wurde nach einer eingehenden Prüfung aller relevanten Faktoren empfohlen, das Entwicklungskonzept für Dorado zu überdenken und die Ressourcen des Bedout-Beckens weiter zu evaluieren. Im Zuge dieser Entscheidung habe das Unternehmen die Pläne zur Anschaffung eines Ölproduktions- und Lagerungsschiffes verworfen und beabsichtige vorerst nicht, mit den technischen Planungen fortzufahren.

Die Aktien von Santos selbst schlossen am Dienstag mit einem Rückgang von 2,2 Prozent. CPC Corporation gab bislang keine Stellungnahme zu den aktuellen Entwicklungen ab. Die Verzögerung des Projekts stellt insbesondere für Carnarvon ein erhebliches Risiko dar, da dessen Hauptwert in der Beteiligung an Dorado liegt. Das Unternehmen steht bereits seit längerem unter Druck, da Aktionäre ihre Bedenken hinsichtlich der Unternehmensbewertung geäußert hatten. Im vergangenen Jahr berichtete die Australian Financial Review, dass Carnarvon seinen Bankberatern die Genehmigung erteilt hatte, Kaufangebote für das Unternehmen oder dessen Vermögenswerte zu prüfen.

Santos betonte, dass der Fokus des Unternehmens für das Jahr 2025 auf der Umsetzung der wichtigen Gasprojekte Barossa und Pikka liege. Konzernchef Kevin Gallagher hatte bereits im August sowie bei einem Investorenbriefing im November betont, dass das Unternehmen den Schwerpunkt auf die Rendite für seine Aktionäre legen werde. Dies könnte ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung gewesen sein, die Arbeiten an Dorado nicht prioritär weiterzuführen. Der aktuelle Wechselkurs lag bei 1,6051 australischen Dollar je US-Dollar.

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