SAP steigert Cloud-Umsatz um 26% und kündigt Aktienrückkauf an
Europas größter Softwarekonzern übertrifft Erwartungen im vierten Quartal und investiert 10 Milliarden Euro.

SAP hat im vierten Quartal 2025 die Umsatzprognosen erfüllt und zeigt sich dank starker Cloud-Nachfrage optimistisch für die Zukunft. Der Walldorfer Softwarekonzern kündigte zudem ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro an. Der Gesamtumsatz im Schlussquartal belief sich auf 9,7 Milliarden Euro (11,6 Milliarden Dollar) und entsprach damit den Analystenerwartungen.
Besonders stark entwickelte sich das Cloud-Geschäft: Der Cloud-Umsatz im vierten Quartal erreichte 5,6 Milliarden Euro und übertraf damit die Konsensschätzung von 5,5 Milliarden Euro leicht. Im Gesamtjahr 2025 kletterte der Cloud-Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 26 Prozent auf 21 Milliarden Euro. Der gesamte Cloud-Auftragsbestand wuchs noch dynamischer um 30 Prozent auf 77,3 Milliarden Euro.
CEO Christian Klein betonte, dass SAP Business AI zu einem wesentlichen Wachstumstreiber geworden sei. Die KI-Lösung war in zwei Dritteln des Cloud-Auftragseingangs im vierten Quartal enthalten. Zu den wichtigen Neukundengewinnen im Schlussquartal zählten namhafte Unternehmen wie Dexco, Lockheed Martin und Rolls-Royce.
Migration in die Cloud läuft auf Hochtouren
SAP arbeitete im vergangenen Jahr intensiv daran, Kunden von Altdatenbanken in die Cloud zu migrieren. Parallel dazu führte das Unternehmen ein umfassendes Restrukturierungsprogramm im Volumen von 3,2 Milliarden Euro durch. Diese strategische Neuausrichtung zeigt bereits erste Erfolge in den Geschäftszahlen.
Für das laufende Jahr 2026 gibt sich SAP zuversichtlich: Der Cloud-Umsatz soll um 23 bis 25 Prozent auf 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro wachsen. Der kombinierte Cloud- und Software-Umsatz wird bei 36,3 bis 36,8 Milliarden Euro erwartet, was einem Wachstum von 12 bis 13 Prozent entspricht.
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Zur AktienanalyseBeim Betriebsgewinn rechnet SAP mit einem kräftigen Anstieg um 14 bis 18 Prozent auf 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro. Der freie Cashflow soll bei rund 10 Milliarden Euro liegen. Positiv entwickelt sich auch die Steuerquote: Der effektive Steuersatz dürfte von 30,4 Prozent auf etwa 29 Prozent sinken.
Das Unternehmen räumt ein, dass sich das Wachstum des Cloud-Auftragsbestands 2026 leicht verlangsamen werde, nachdem es 2025 noch 25 Prozent betrug. Dennoch erwartet SAP, dass sich das Gesamtumsatzwachstum bis 2027 beschleunigen wird, da immer mehr Kunden auf Cloud-basierte Lösungen umsteigen. Die langfristige Wachstumsstory bleibt damit intakt.


