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SAP überrascht mit starkem Quartalsgewinn

Cloud-Geschäft wächst weiter – Unsicherheiten durch US-Zölle und schwachen Dollar

 SAP überrascht mit starkem Quartalsgewinn

Europas größter Softwarekonzern SAP hat im ersten Quartal des laufenden Jahres ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als von Analysten erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 58 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatten hohe Ausgaben für Abfindungsprogramme das Ergebnis belastet. Die Gesamtzahl der Beschäftigten blieb nahezu konstant, da SAP einerseits rund 10.000 Stellen überprüfte, aber gleichzeitig in wachstumsstarken Bereichen neues Personal einstellte.

Besonders stark entwickelten sich erneut die Umsätze mit Cloud-Software. Diese legten um 26 Prozent auf 4,99 Milliarden Euro zu, was leicht unter den Erwartungen der Marktbeobachter lag. Das Auftragsvolumen in diesem Bereich wuchs jedoch um 29 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Umsatz des Unternehmens um zwölf Prozent auf 9,01 Milliarden Euro. Damit setzte sich das Wachstum der vergangenen Jahre fort. Der Nettogewinn lag bei 1,80 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 824 Millionen Euro ausgewiesen worden war.

SAP-Vorstandschef Christian Klein zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf und verwies auf die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells. Ein Großteil der Einnahmen stammt mittlerweile aus vertraglich gesicherten Aboeinnahmen und Wartungserlösen, die zusammen 86 Prozent der Umsätze ausmachen. Trotz des herausfordernden makroökonomischen Umfelds bestätigte SAP die Prognose für das Gesamtjahr. Der Betriebsgewinn soll demnach zwischen 10,3 und 10,6 Milliarden Euro liegen.

Finanzchef Dominik Asam äußerte sich jedoch auch zu bestehenden Risiken. Produkte, die nicht auf dem Abo-Modell basieren, könnten bei anhaltend schwacher Weltwirtschaft unter Druck geraten. Dies betreffe unter anderem die Reisekostenabrechnungs-App Concur, die Plattform für Arbeitsvermittlung Fieldglass und den Beschaffungsmarktplatz Ariba.

Zudem sieht sich das Unternehmen mit Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik konfrontiert. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Markt für SAP, weshalb sowohl neue Zollregelungen als auch der gegenwärtig schwächere Dollar die Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Vorstandschef Klein sprach in diesem Zusammenhang von einem dynamischen Umfeld, das SAP genau beobachte.

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