ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Saudi-Arabiens Rohölexporte fallen im April auf Rekordtief

JODI-Daten zeigen: Exporte sanken auf 3,99 Millionen Barrel täglich – Produktion ebenfalls auf historischem Tiefstand.

Saudi-Arabiens Rohölexporte fallen im April auf Rekordtief

Saudi-Arabiens Rohölexporte haben im April einen historischen Tiefstand erreicht. Laut Daten der Joint Organizations Data Initiative (JODI), die am Montag veröffentlicht wurden, sanken die Exporte auf rund 3,990 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Im März lagen sie noch bei 4,974 Millionen bpd – ein deutlicher Rückgang innerhalb eines einzigen Monats.

Es handelt sich dabei um den zweiten monatlichen Rückgang in Folge. Die JODI-Datenreihe zu den Rohölexporten und der Produktion Saudi-Arabiens reicht bis ins Jahr 2002 zurück, was die aktuelle Entwicklung umso bemerkenswerter macht.

Produktion auf historischem Tiefstand

Auch die Rohölproduktion des Königreichs erreichte im April einen Rekordtiefstand. Mit 6,316 Millionen bpd lag sie deutlich unter dem März-Wert von 6,967 Millionen bpd – der niedrigste jemals in der JODI-Datenbank verzeichnete Wert für Saudi-Arabien. Die monatlichen Exportzahlen werden von Riad und anderen OPEC-Mitgliedern direkt an JODI übermittelt, die die Daten anschließend auf ihrer Website veröffentlicht.

Der Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund des Iran-Krieges, der die Lieferungen aus der gesamten Golfregion erheblich beeinträchtigte. Iranische Angriffe auf Golfstaaten, ausgelöst durch US-israelische Luftschläge, die Ende Februar begannen, beschädigten wichtige Energieanlagen in der Region. Zudem wurde die Schifffahrt durch die Straße von Hormus erheblich gestört.

Straße von Hormus: Kritischer Engpass für den Weltölmarkt

Die Straße von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Energiekorridore der Welt. Normalerweise fließen durch diese Meerenge etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasmengen. Eine Unterbrechung des Schiffsverkehrs dort hat damit unmittelbare Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und die Ölpreise.

Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzte, dass der Krieg mehr als 14 Millionen Barrel pro Tag der Ölproduktion im Nahen Osten blockierte. Das entspricht einem erheblichen Anteil der weltweiten Förderkapazitäten und verdeutlicht das Ausmaß der geopolitischen Störung.

Auf diplomatischer Ebene vermeldeten Vermittler bei der ersten Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über ein endgültiges Friedensabkommen „ermutigende Fortschritte". Dennoch blieben die Spannungen in Bezug auf den Libanon und die Straße von Hormus weiterhin bestehen, was die Unsicherheit an den Energiemärkten aufrechterhalten dürfte.

Für deutsche Anleger und Energieverbraucher sind diese Entwicklungen von besonderer Relevanz: Deutschland ist als Industrienation stark von stabilen Energieimporten abhängig. Störungen im Nahen Osten wirken sich erfahrungsgemäß rasch auf die europäischen Energiepreise aus – sowohl bei Rohöl als auch bei Flüssigerdgas (LNG), das zunehmend als Alternative zu russischem Pipelinegas genutzt wird.

Saudi-Arabien RohölexporteJodi DatenÖlproduktion RekordtiefStraße Von HormusIran Krieg ÖlOpec ProduktionÖlmarkt Naher Osten

Disclaimer