Schaeffler sichert 350-Millionen-Euro-Auftragsbestand für humanoide Roboter
Der Automobilzulieferer Schaeffler hat Aufträge von drei globalen Erstausrüstern für humanoide Roboter über sieben Produkte gesichert.

Der Automobilzulieferer Schaeffler hat sich bis Juni einen Auftragsbestand für humanoide Roboter in Höhe von 350 Millionen Euro gesichert. Die Aufträge stammen von drei globalen Erstausrüstern und erstrecken sich über sieben verschiedene Produkte. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der japanischen Investmentbank Daiwa hervor, die exklusiv über Dow Jones Newswires veröffentlicht wurde.
Die Daiwa-Analysten sehen in dieser Entwicklung ein klares Signal: Die Branche für humanoide Roboter bewegt sich auf eine erste Kommerzialisierung zu. Schaeffler positioniert sich damit frühzeitig als Zulieferer in einem Markt, der bislang noch weitgehend in der Entwicklungsphase steckt. Der Auftragsbestand unterstreicht, dass konkrete Nachfrage von industriellen Abnehmern bereits vorhanden ist.
Produktion für XPeng IRON startet im vierten Quartal
Zu den gesicherten Aufträgen zählt auch ein Auftrag des chinesischen Elektrofahrzeugherstellers XPeng für dessen humanoiden Roboter mit dem Namen IRON. Die Produktion für diesen Auftrag soll noch im vierten Quartal des laufenden Jahres anlaufen. XPeng ist vor allem als Hersteller von Elektrofahrzeugen bekannt, expandiert jedoch zunehmend in den Bereich der Robotik.
Für Schaeffler, das traditionell als Zulieferer für die Automobilindustrie bekannt ist, bedeutet das Engagement im Bereich humanoider Roboter eine strategische Diversifizierung. Der fränkische Konzern, der unter anderem Wälzlager, Präzisionskomponenten und Antriebssysteme herstellt, erschließt sich damit ein potenziell wachstumsstarkes Zukunftsfeld jenseits des klassischen Fahrzeugbaus.
Humanoide Roboter als Wachstumsmarkt
Der Markt für humanoide Roboter gilt in der Technologie- und Industriebranche als eines der vielversprechendsten Segmente der kommenden Jahre. Große Technologiekonzerne und Automobilhersteller weltweit investieren zunehmend in die Entwicklung menschenähnlicher Roboter, die in Fabriken, Lagerhäusern und perspektivisch auch im Alltag eingesetzt werden sollen.
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Zur AktienanalyseDass Schaeffler bereits konkrete Aufträge von drei globalen Erstausrüstern vorweisen kann, hebt das Unternehmen von vielen Wettbewerbern ab, die sich noch in frühen Entwicklungsphasen befinden. Ein Auftragsbestand von 350 Millionen Euro ist dabei ein substanzieller Wert, der das Vertrauen der Abnehmer in Schaefflers Kompetenz als Komponentenlieferant für diese neue Technologie widerspiegelt.
Die Marktbeobachtungen stammen aus dem regelmäßigen Auto- und Transport-Roundup von Dow Jones Newswires, der täglich um 4:20 Uhr, 12:20 Uhr und 16:50 Uhr Eastern Time veröffentlicht wird und Analysten-Einschätzungen zu den wichtigsten Entwicklungen im Mobilitätssektor bündelt.


