SCHD und VYM schlagen S&P 500: Welcher ETF überzeugt mehr?
Zwei Dividenden-ETFs von Schwab und Vanguard übertrumpfen 2025 den S&P 500 und Nasdaq-100 – mit minimalen Kosten und attraktiven Ausschüttungen.

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF (SCHD) und der Vanguard High Dividend Yield ETF (VYM) gehören zu den beliebtesten Dividenden-ETFs für einkommensorientierte Anleger weltweit. Beide Fonds weisen nahezu identische Nettovermögenswerte von rund 96 Milliarden US-Dollar auf und zählen damit zu den schwergewichtigsten ETFs ihrer Kategorie. Was sie in diesem Jahr besonders auszeichnet: Sie lassen sowohl den S&P 500 als auch den Nasdaq-100 hinter sich.
Für deutsche Privatanleger, die auf der Suche nach passivem Einkommen durch Dividenden sind, bieten beide ETFs auf den ersten Blick sehr ähnliche Eigenschaften. Doch bei näherer Betrachtung zeigen sich wichtige Unterschiede, die je nach Anlagestrategie entscheidend sein können.
Kostenquoten und Dividendenrenditen im Vergleich
Beim Thema Kosten sind beide ETFs nahezu unschlagbar günstig. Der SCHD kommt auf eine Kostenquote von lediglich 0,06 Prozent, während der VYM mit 0,04 Prozent sogar noch etwas günstiger ist. Zum Vergleich: Viele aktiv gemanagte Fonds verlangen das Zehn- bis Zwanzigfache dieser Gebühren. Bei einem langfristigen Investment macht dieser Kostenunterschied über die Jahre einen spürbaren Unterschied beim Endvermögen aus.
Bei der Dividendenrendite liegt der SCHD mit 3,3 Prozent klar vor dem VYM, der eine Rendite von 2,3 Prozent bietet. Für Anleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen sind oder ihr passives Einkommen maximieren möchten, ist dieser Unterschied von einem ganzen Prozentpunkt durchaus relevant. Auf ein investiertes Kapital von 100.000 US-Dollar gerechnet bedeutet das jährlich 1.000 US-Dollar mehr an Dividendeneinnahmen beim SCHD.
Outperformance gegenüber den großen Indizes
Besonders bemerkenswert ist die diesjährige Performance beider ETFs im Vergleich zu den großen US-Indizes. Sowohl der S&P 500 – der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen abbildet – als auch der Nasdaq-100 werden von SCHD und VYM in diesem Jahr übertroffen. Der Nasdaq-100 umfasst die 100 nach Marktkapitalisierung größten Nicht-Finanzunternehmen, die an der Nasdaq-Börse gelistet sind, und gilt als Maßstab für den US-Technologiesektor.
Diese Outperformance ist insofern bemerkenswert, als Dividenden-ETFs in Phasen starker Technologie-Rallyes häufig hinter wachstumsorientierten Indizes zurückbleiben. Die aktuelle Marktlage scheint jedoch defensiveren, dividendenstarken Titeln zugutezukommen – ein Trend, den einkommensorientierte Anleger aufmerksam verfolgen sollten.
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Zur AktienanalyseFazit für passive Einkommensstrategen
Beide ETFs bieten deutschen Anlegern eine kostengünstige Möglichkeit, breit gestreut in dividendenstarke US-Aktien zu investieren. Die Wahl zwischen SCHD und VYM hängt letztlich von der individuellen Priorität ab: Wer eine höhere laufende Ausschüttung bevorzugt, findet im SCHD mit 3,3 Prozent Dividendenrendite den attraktiveren Kandidaten. Wer hingegen die minimal niedrigere Kostenquote priorisiert, könnte zum VYM tendieren. In jedem Fall zeigen beide Fonds, dass Dividendenstrategien im aktuellen Marktumfeld durchaus mit den großen Wachstumsindizes mithalten – und sie sogar übertreffen können.


