Schindler hebt Margenziel an
Effizienzgewinne stützen Ergebnis, China belastet Auftragslage

Der Schweizer Aufzughersteller Schindler hat seine Margenprognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einer operativen Gewinnmarge von rund 12,5 Prozent, nachdem zuvor etwa 12 Prozent erwartet worden waren. Diese Anpassung geht auf Effizienzsteigerungen sowie auf eine verbesserte Preisgestaltung und Produktmischung zurück. In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte Schindler bereits eine Marge von 12,5 Prozent, im dritten Quartal lag sie sogar bei 13 Prozent.
Trotz der positiven Entwicklung bei der Profitabilität bleibt das Umfeld für neue Aufzugs- und Fahrtreppeninstallationen schwierig. Die anhaltende Immobilienkrise in China belastet die Auftragseingänge spürbar. Im dritten Quartal sank der Wert der neu gebuchten Aufträge auf 2,64 Milliarden Schweizer Franken, nach 2,71 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Damit blieb das Ergebnis unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 2,67 Milliarden Franken gerechnet hatten.
Laut Unternehmensangaben war das Neuanlagengeschäft vor allem durch die schwache Nachfrage in China rückläufig. Dagegen verzeichneten die Bereiche Modernisierung und Service ein anhaltendes Wachstum. Die chinesische Bauwirtschaft leidet weiter unter der anhaltenden Krise im Immobiliensektor, nachdem die Zahl der neu begonnenen Bauprojekte im vergangenen Jahr um 23 Prozent zurückgegangen war.
Weltweit schrumpfte Schindlers Auftragseingang für neue Installationen im dritten Quartal um mehr als 10 Prozent. In der ersten Jahreshälfte hatte der Rückgang zwischen 5 und 10 Prozent gelegen. Eine Erholung der Nachfrage in Europa, dem Nahen Osten und Afrika konnte die Schwäche in der Asien-Pazifik-Region und auf dem amerikanischen Kontinent nur teilweise ausgleichen. Im EMEA-Raum verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum zwischen 5 und 10 Prozent, nachdem im ersten Halbjahr noch ein Rückgang zwischen 0 und 5 Prozent zu beobachten war.
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Zur AktienanalyseFür den amerikanischen Markt zeichnet sich jedoch eine leichte Verbesserung ab. Schindler erwartet nun, dass die Zahl der Neuinstallationen in den Amerikas stabil bleibt, während zuvor von einem leichten Rückgang ausgegangen worden war. Damit deutet sich eine mögliche Bodenbildung in einem bislang schwachen Marktsegment an.

