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SCHOTT Pharma bestätigt Jahresprognose trotz schwacher Polymerspritzengeschäfte

Der Pharmaverpackungsspezialist veröffentlichte Q2-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 und hält an seinen Jahreszielen fest.

SCHOTT Pharma bestätigt Jahresprognose trotz schwacher Polymerspritzengeschäfte

SCHOTT Pharma hat am Mittwoch die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt und dabei die Jahresprognose bekräftigt. Der Pharmaverpackungsspezialist kämpft weiterhin mit Gegenwind durch einen Großkunden im Glasspritzengeschäft sowie mit einer anhaltend schwachen Nachfrage nach Polymerspritzen.

Der Quartalsumsatz belief sich auf 247,9 Millionen Euro und übertraf damit die Konsensschätzung der Analysten von 246 Millionen Euro leicht. Auf berichteter Basis sank der Umsatz jedoch um 1,8 Prozent. Währungsbereinigt blieb der Umsatz stabil – Analysten hatten hier ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet. High-Value-Lösungen machten 55 Prozent des Umsatzmixes aus.

Das EBITDA lag mit 64,6 Millionen Euro knapp unter dem Konsens von 65 Millionen Euro. Die daraus resultierende EBITDA-Marge betrug 26,0 Prozent, während Analysten 26,4 Prozent erwartet hatten. Der leichte Rückstand gegenüber den Erwartungen spiegelt den anhaltenden Druck durch den Produktmix sowie Kapazitätsunterauslastungen wider.

Segmente mit unterschiedlicher Dynamik

SCHOTT Pharma erwartet, dass das Segment Drug Containment Solutions das Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr antreiben wird. Das Segment Drug Delivery Systems hingegen steht unter erheblichem Druck: Ein Schlüsselkunde hat seine Nachfrage nach Glasspritzen revidiert, was die Performance des Segments belastet. Zusätzlich belasten sinkende mRNA-Volumina die Nachfrage nach Polymerspritzen.

Erschwerend kommen Anlaufkosten für neue Produktionswerke in Serbien und Ungarn hinzu. Diese Investitionen belasten kurzfristig die Margenentwicklung, sollen aber die langfristige Kapazität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken. Die Investitionsausgaben (CapEx) werden für das Gesamtjahr zwischen 140 Millionen und 160 Millionen Euro prognostiziert.

Jahresprognose bestätigt

Trotz der aktuellen Herausforderungen hält SCHOTT Pharma an seiner Umsatzwachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Das Unternehmen erwartet ein organisches, währungsbereinigtes Wachstum von etwa 2 bis 5 Prozent – der Analystenkonsens liegt bei 3,3 Prozent. Beim Ziel für die EBITDA-Marge von rund 27 Prozent für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen ebenfalls unverändert zuversichtlich; der Konsens liegt bei 27,1 Prozent.

Der Anteil der High-Value-Lösungen am Umsatzmix soll auf dem Vorjahresniveau von 57 Prozent gehalten werden. Damit signalisiert das Management, dass es trotz des kurzfristigen Gegenwinds an seiner strategischen Ausrichtung auf höherwertige Produkte festhält. SCHOTT Pharma ist ein wichtiger Zulieferer der globalen Pharmaindustrie und stellt unter anderem Primärverpackungen wie Spritzen, Fläschchen und Karpulen her.

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