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Schwellenländer-ETFs: 14 Mrd. Dollar Zuflüsse seit Jahresbeginn

Emerging-Markets-ETFs ziehen 2025 massiv Kapital an. Mit 14 Milliarden Dollar Zuflüssen steuern sie auf einen neuen Monatsrekord zu, während US-Aktien-ETFs Abflüsse verzeichnen.

Schwellenländer-ETFs: 14 Mrd. Dollar Zuflüsse seit Jahresbeginn

Aktien-ETFs aus Schwellenländern erleben einen beeindruckenden Start ins Jahr 2025. Laut Refinitiv Lipper flossen seit Jahresbeginn rund 14 Milliarden Dollar in diese Anlageklasse – der höchste Wert aller ETF-Kategorien. Damit steuern Emerging-Markets-ETFs auf einen neuen Monatsrekord zu. Der bisherige Höchstwert von 10,9 Milliarden Dollar stammte aus März 2021.

Attraktive Bewertungen locken Anleger

Die günstigen Bewertungen der Schwellenmärkte spielen eine zentrale Rolle bei den Zuflüssen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des MSCI Emerging Markets Index liegt bei 13,5 – deutlich unter dem MSCI World mit 19,9 und weit entfernt vom MSCI United States Index mit 22,3. "Starke Aktienrenditen der Schwellenmärkte im Jahr 2025 steigerten das Interesse, zusammen mit einem schwächeren US-Dollar und der Suche nach Wachstum außerhalb der teureren Industrieländer", erklärt Alan Kosan, Strategiechef bei Segal Marco Advisors.

Performance übertrifft entwickelte Märkte

Die Zahlen sprechen für sich: Der MSCI Emerging Markets Index legte 2025 bereits um 5,4 Prozent zu. Zum Vergleich – der MSCI World Index gewann lediglich 0,9 Prozent, während der MSCI United States Index nur 0,4 Prozent zulegte. Diese Outperformance zieht sowohl neue Investoren als auch Umschichter aus anderen Aktienstrategien an.

"Sell America"-Strategie gewinnt an Fahrt

Parallel zu den Zuflüssen in Schwellenländer-ETFs zeigt sich eine klare Umschichtung aus US-Aktien. In dieser Woche verzeichneten US-fokussierte Aktien-ETFs Abflüsse von 3,7 Milliarden Dollar, während gleichzeitig 2,7 Milliarden Dollar in Emerging-Markets-ETFs flossen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Nettoabflüsse aus US-Aktien-ETFs auf 2,1 Milliarden Dollar.

Strukturelle Wachstumstreiber im Fokus

James Fletcher, Chief Investment Officer bei Ethos Investment Management, sieht mehrere Faktoren für die anhaltende Stärke: "Wir glauben, dass die Outperformance der Schwellenmärkte dauerhafter ist als nur ein kurzfristiger Handel." Er verweist auf südkoreanische und taiwanesische Technologieunternehmen, die von der KI-Nachfrage profitieren, steigende Rohstoffpreise sowie eine Umschichtung in chinesische Aktien.

Ausblick: Nachhaltiger Trend erwartet

Experten rechnen mit einer Fortsetzung des Trends. Das strukturelle Wachstum in Märkten wie Südostasien und Indien sowie starke Gewinnschätzungen für Schwellenmärkte insgesamt sprechen für eine nachhaltige Entwicklung. Die Kombination aus attraktiven Bewertungen, soliden Wachstumsaussichten und der Diversifikation weg von hoch bewerteten US-Märkten dürfte Anleger weiterhin anziehen.

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