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Seabridge Gold: Gericht bestätigt KSM-Projekt, fordert neue indigene Konsultation

Der Oberste Gerichtshof von British Columbia hat die Feststellung des substanziellen Baubeginns beim KSM-Goldprojekt grundsätzlich bestätigt.

Seabridge Gold: Gericht bestätigt KSM-Projekt, fordert neue indigene Konsultation

Der kanadische Goldentwickler Seabridge Gold, der sowohl an der TSX als auch an der NYSE notiert ist, hat ein wichtiges Gerichtsurteil zum KSM-Projekt im sogenannten Goldenen Dreieck in British Columbia erhalten. Der Oberste Gerichtshof der Provinz befasste sich mit zwei Anträgen, die eine Entscheidung der Umweltprüfungsbehörde von British Columbia (EAO) anfochten. Die Behörde hatte festgestellt, dass das KSM-Projekt zum 24. Juli 2024 als wesentlich begonnen galt – eine rechtlich bedeutsame Einordnung für den Fortbestand der Umweltgenehmigung.

Das Gericht bestätigte die Feststellung der EAO grundsätzlich als angemessen. Allerdings stellte es einen Verfahrensmangel fest: Die Behörde habe die indigene Gemeinschaft der Tsetsaut Skii km Lax Ha (TSKLH) nicht ausreichend konsultiert. Dies ist im kanadischen Bergbaurecht von zentraler Bedeutung, da die Pflicht zur Konsultation indigener Völker verfassungsrechtlich verankert ist.

Neue 90-Tage-Frist für indigene Stellungnahmen

Als Konsequenz ordnete das Gericht an, dass die EAO der TSKLH eine Frist von 90 Tagen einräumen muss, um schriftliche Stellungnahmen zur Frage des substanziellen Baubeginns einzureichen. Im Anschluss muss die Behörde ihre Feststellung erneut prüfen. Parallel dazu wies das Gericht einen zweiten Antrag vollständig ab: Der SkeenaWild Conservation Trust, eine Naturschutzorganisation, hatte ebenfalls gegen die Feststellung des substanziellen Baubeginns geklagt – ohne Erfolg.

Rudi Fronk, Vorsitzender und CEO von Seabridge, zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. „Wir sind zufrieden, dass das Gericht die Angemessenheit der Behördenentscheidung bestätigt hat. Wir werden unsere Arbeitspläne für KSM weiter umsetzen und freuen uns darauf, von der Umweltbehörde zu gegebener Zeit ein Update über ihre zusätzlichen Konsultationsaktivitäten zu erhalten", erklärte Fronk. Er betonte zudem, dass die dauerhaften physischen Verbesserungen am Standort seit der ursprünglichen Feststellung erheblich erweitert worden seien.

1,2 Milliarden US-Dollar Gesamtinvestition in KSM

Die finanziellen Dimensionen des Projekts unterstreichen dessen strategische Bedeutung für Seabridge. Seit dem Antrag auf den Status des substanziellen Baubeginns im Januar 2024 hat das Unternehmen zusätzliche 208 Millionen US-Dollar für dauerhafte Arbeiten bei KSM aufgewendet. Die Gesamtausgaben für das KSM-Projekt belaufen sich damit auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Fronk hob außerdem die Unterstützung mehrerer indigener Gemeinschaften hervor: „Wir wissen die anhaltende Unterstützung der Völker der Nisga'a und Tahltan sowie des Gitxsan Hereditary Chiefs Office für KSM weiterhin zu schätzen." Dies ist bemerkenswert, da die Zustimmung indigener Gemeinschaften in Kanada eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung großer Bergbauprojekte darstellt.

Das KSM-Projekt liegt im sogenannten Goldenen Dreieck in British Columbia, einer der ressourcenreichsten Bergbauregionen Kanadas. Trotz der Erteilung der Umweltgenehmigungen auf Provinz- und Bundesebene bereits im Jahr 2014 befindet sich das Projekt weiterhin in einer Pause. Die Arbeiten am Standort sollen jedoch während des laufenden Konsultationsprozesses und der Neubewertung durch die EAO fortgesetzt werden.

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