Seat's Elektro-Vision
Cupra als Wegweiser, doch eine eigene Elektromarke im Blick

Seat will sich in der E-Auto-Welt neu positionieren, und niemand geringerer als der Chef von Seat und Cupra, Wayne Griffiths, steht fest hinter dieser Vision. In einem kürzlich geführten Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur betonte er seine Entschlossenheit, an beiden Marken festzuhalten, und verneinte jegliche Gerüchte, die Marke Seat zugunsten von Cupra aufzugeben.
Griffiths sieht eine klare Richtung für die Entwicklung von Seat, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass der Automobilhersteller den Fokus auf Verbrennermotoren allmählich aufgibt. „Die zukünftige Ausrichtung von Seat wird eng mit der Elektrifizierung verbunden sein“, erklärte er. Dabei sieht er Seat, das traditionell als Einstiegsmarke im VW-Konzern positioniert ist, in der vorteilhaften Position, auch bei den Elektroautos diese Rolle einzunehmen. Sein Ziel sei es, Seat als günstige Einstiegsmarke für Elektroautos zu etablieren.
Während die Tochtermarke Cupra bereits Elektroautos, wie den Kompaktwagen Born, anbietet, hat Seat in diesem Bereich bisher zurückgehalten. Ein Hauptgrund dafür ist laut Griffiths die Wirtschaftlichkeit: „Mit einem kleinen Elektroauto im klassischen Seat-Segment lässt sich schlichtweg kein Profit erzielen.“ Dies hängt insbesondere mit den aktuellen Elektroplattformen und den Kosten für Batterien zusammen. Dennoch hat Griffiths den Wunsch, in Zukunft zu erforschen, ob ein kleineres Elektromodell unter der Marke Seat neben den anderen Konzernmarken wie VW und Skoda sinnvoll sein könnte.
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Zur AktienanalyseBis diese Vision Wirklichkeit wird, wird Seat jedoch weiterhin Modelle mit Verbrennungsmotoren produzieren. Griffiths betont, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis der Bedarf an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren vollständig verschwindet. Erst wenn die Produktion von Verbrennern nach 2030 einstellt, wird ein elektrischer Ersatz unerlässlich sein. Dabei zeigt sich Griffiths optimistisch hinsichtlich des Zeitrahmens: „Wir haben sicherlich bis 2035 Zeit, bis wir wirklich emissionsfreie Fahrzeuge verkaufen müssen, und bis dahin wird sich in der Entwicklung noch viel verändern.“ Es ist klar, dass für Seat spannende Zeiten bevorstehen, und die Marke scheint bestens darauf vorbereitet zu sein, sich in der E-Auto-Branche neu zu positionieren.


