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Seatrium und Maersk beenden Vertragsstreit

Vergleich regelt Zahlungen für Offshore-Windschiff in Millionenhöhe

Seatrium und Maersk beenden Vertragsstreit

Der in Singapur ansässige Schiffbauer Seatrium Limited hat eine Einigung mit dem dänischen Logistikkonzern AP Moller - Maersk A/S über die Lieferung eines Offshore-Windinstallationsschiffs erzielt. Das Schiff war für einen Einsatz bei einem Windenergieprojekt vor der Küste des US-Bundesstaates New York vorgesehen. Mit der nun bekannt gegebenen Vereinbarung beenden beide Seiten einen monatelangen Streit über den Baufortschritt und vertragliche Verpflichtungen.

Maersk hatte den Vertrag am 10. Oktober beendet und dies mit erheblichen Verzögerungen beim Bau des Spezialschiffs begründet. Zu diesem Zeitpunkt war nicht offengelegt worden, ob und in welchem Umfang bereits Zahlungen für erbrachte Arbeiten erfolgt waren. Die Unsicherheit über den finanziellen Status des Projekts hatte in der Folge zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Unternehmen geführt.

Im Rahmen der nun erzielten Einigung wird Maersk den ausstehenden Betrag von 360 Millionen US-Dollar begleichen. Der ursprüngliche Auftragswert belief sich auf insgesamt 475 Millionen US-Dollar. Nach Angaben von Seatrium soll ein Teil der Zahlung, rund 250 Millionen US-Dollar, über eine verzinsliche Kreditvereinbarung mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren abgewickelt werden. Die Rückzahlung dieses Betrags ist an die künftigen Cashflows gebunden, die das Schiff im operativen Betrieb erwirtschaftet.

Beide Parteien haben sich zudem darauf verständigt, sämtliche laufenden und potenziellen rechtlichen Verfahren einzustellen. In einer Mitteilung bezeichnete Seatrium diesen Schritt als den optimalen Weg nach vorn, unter Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen sowie der Risiken langwieriger und kostenintensiver Gerichtsprozesse. Auch Maersk erklärte sich im Rahmen der Vereinbarung mit dem außergerichtlichen Abschluss einverstanden.

Nach dem aktuellen Stand ist das Offshore-Windschiff nahezu vollständig fertiggestellt. Seatrium teilte mit, dass das Projekt zum Stichtag 22. Dezember einen Fertigstellungsgrad von rund 99,8 Prozent erreicht habe. Damit steht die technische Vollendung des Schiffs kurz bevor, nachdem es zuvor zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen war.

Die Einigung verschafft beiden Unternehmen Planungssicherheit. Für Seatrium bedeutet sie eine Klärung der offenen finanziellen Forderungen und den Abschluss eines komplexen Projekts, während Maersk eine wirtschaftliche Lösung für ein bereits weit fortgeschrittenes Investitionsvorhaben gefunden hat. Gleichzeitig unterstreicht der Vergleich die wachsende Bedeutung spezialisierter Schiffe für den Ausbau der Offshore-Windenergie und die damit verbundenen finanziellen und technischen Herausforderungen.

Maersk SingapurLogistik

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