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SEC stellt Klage gegen Gemini ein – Anleger erhalten Geld zurück

Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre Klage gegen die Kryptobörse Gemini eingestellt. Grund: Alle Anleger des Gemini Earn-Programms haben ihre Einlagen vollständig zurückerhalten.

SEC stellt Klage gegen Gemini ein – Anleger erhalten Geld zurück

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) hat am Freitag zugestimmt, ihr Durchsetzungsverfahren gegen die Kryptowährungsbörse Gemini einzustellen. Die von den Zwillingsbrüdern Tyler und Cameron Winklevoss gegründete Plattform, die mittlerweile als Gemini Space Station firmiert, kann damit einen bedeutenden Rechtsstreit beenden.

Vollständige Rückzahlung an Anleger

Die SEC und Gemini reichten beim Bundesgericht in Manhattan eine gemeinsame Erklärung zur Abweisung der Klage ein. Ausschlaggebend war die vollständige Rückgabe der Krypto-Vermögenswerte an die Gemini Earn-Investoren im Rahmen des Insolvenzverfahrens von Genesis Global Capital zwischen Mai und Juni 2024. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde erhielten die Anleger eine "100-prozentige Rückgabe der Krypto-Vermögenswerte in Sachwerten".

Hintergrund der Klage

Im Jahr 2023 hatte die SEC sowohl Genesis Global Capital als auch die Gemini Trust Company wegen des illegalen Verkaufs von Wertpapieren an Hunderttausende von Anlegern verklagt. Das Gemini Earn-Programm ermöglichte es Kunden, ihre Kryptowährungen an Genesis zu verleihen und dafür Zinsen zu erhalten. Als Genesis im November 2022 die Kundenkonten einfror, waren Vermögenswerte im Wert von 940 Millionen US-Dollar betroffen.

Besondere Lösung im Krypto-Sektor

Im Gegensatz zu anderen Krypto-Unternehmen, die nach dem Markteinbruch von 2022 Insolvenz anmelden mussten, konnte Genesis die Kryptowährungen der Kunden tatsächlich zurückgeben. Viele andere Plattformen mussten einen begrenzten Pool von Vermögenswerten liquidieren und konnten nur begrenzte Barzahlungen leisten. Die vollständige Rückgabe in Sachwerten stellt daher eine Ausnahme dar.

Veränderte Regulierungslandschaft

Die SEC betonte, dass ihre Entscheidung keine Stellungnahme zu anderen laufenden Verfahren darstellt. Allerdings hat sich der Ansatz der Behörde zur Durchsetzung von Krypto-Regeln unter US-Präsident Donald Trump verschoben. Trump hatte versprochen, der "Krypto-Präsident" zu sein und günstigere Regulierungen für digitale Währungen einzuführen.

Starke Marktbewertung

Gemini selbst verzeichnete im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Debüt an der Nasdaq. Laut Daten von LSEG wird die Börse derzeit mit 1,14 Milliarden US-Dollar bewertet. Dies unterstreicht die rasche institutionelle Akzeptanz und den wiedererwachten Optimismus der Anleger für digitale Vermögenswerte. Gemini reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von Reuters nach einem Kommentar.

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