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Seltene Erden aus Südafrika: Zandkopsdrift glänzt auf Junior Indaba

Das südafrikanische Seltenerdprojekt Zandkopsdrift präsentierte sich als weltweit kostengünstigster Produzent von Magnet-Seltenen Erden.

Seltene Erden aus Südafrika: Zandkopsdrift glänzt auf Junior Indaba

Das Seltenerdprojekt Zandkopsdrift im rohstoffreichen Northern Cape stand am zweiten Tag der Junior Indaba im Mittelpunkt des Interesses. Die Konferenz, die sich auf kleinere Bergbauunternehmen fokussiert, bot auch Bühne für zwei weitere bemerkenswerte Projekte: die Goldmine Qala Shallows von West Wits Mining nahe Johannesburg sowie das Seltenerdprojekt von Pensana in Angola.

James Kenny, CEO und Mitbegründer von Frontier Rare Earths, machte eine weitreichende Aussage zu seinem Vorzeigeprojekt. Er erklärte, dass Zandkopsdrift weltweit der kostengünstigste Produzent von Magnet-Seltenen Erden und Mangansulfat in Batteriequalität sei. Diese Positionierung ist bedeutsam, da Seltene Erden für moderne Technologien – von Elektrofahrzeugen bis hin zu Windkraftanlagen – unverzichtbar sind.

Chinas Dominanz als zentrales Thema

Um den Kontext für Seltene Erden zu verdeutlichen, zeigte Kenny auf der Konferenz eine Folie, die Chinas erdrückende Marktstellung illustrierte. China dominiert sowohl die Produktion Seltener Erden als auch die Herstellung von hochreinem Mangansulfat-Monohydrat in Batteriequalität (HPMSM) mit einem Marktanteil von 85 bis 90 Prozent. Für westliche Industrienationen und deren Lieferketten ist diese Abhängigkeit ein wachsendes strategisches Problem – Projekte wie Zandkopsdrift gelten daher als wichtige Alternativen.

Seltene Erden sind trotz ihres Namens in der Erdkruste nicht zwingend selten, jedoch selten in wirtschaftlich abbaubaren Konzentrationen anzutreffen. Sie umfassen 17 chemische Elemente und sind entscheidend für Hochleistungsmagnete, die in Elektromotoren und Windturbinen eingesetzt werden.

West Wits Mining: Rasantes Wachstum im Witwatersrand

Ebenfalls im Rampenlicht stand die australisch notierte Goldmine West Wits Mining mit ihrem Projekt Qala Shallows vor den Toren Johannesburgs. Simon Whyte, CFO des Unternehmens und einer von lediglich zwei nicht-südafrikanischen Mitarbeitern, berichtete von einem beeindruckenden Wachstum: Das Eigentümerteam umfasst mittlerweile 55 Personen, verglichen mit nur zehn im Vorjahr. Am Standort in Roodepoort sind insgesamt 450 Personen beschäftigt.

„Es überrascht die Leute immer noch, dass wir hier im Witwatersrand-Becken ein Projekt mit sieben Millionen Unzen direkt an der Oberfläche haben", sagte Whyte. Das Witwatersrand-Becken gilt historisch als eine der goldreichsten Regionen der Welt und hat über Jahrzehnte einen Großteil der globalen Goldproduktion geliefert.

Pensana entwickelt Trenntechnologie in Angola

Tim George, CEO von Pensana, erläuterte die in Angola durchgeführten Veredelungsschritte für das dortige Seltenerdprojekt. Der Prozess umfasst zunächst eine Flotation, gefolgt von einem hydrometallurgischen Verfahren. Das Endprodukt ist ein gemischtes Seltenerdcarbonat – laut George ein „weißes Pulver, in dem alle Seltenen Erden noch vermischt sind".

Ein wesentlicher Teil des weiteren Weges von Pensana besteht darin, eine für diese spezifische Lagerstätte geeignete Trenntechnologie zu entwickeln. Die Trennung einzelner Seltener Erden voneinander gilt als einer der technisch anspruchsvollsten und kostenintensivsten Schritte in der gesamten Wertschöpfungskette – und ist gleichzeitig ein Bereich, in dem China ebenfalls eine führende Rolle einnimmt.

Die Junior Indaba gilt als eine der wichtigsten Plattformen für kleinere und mittelgroße Bergbauunternehmen in Afrika. Sie bietet Projekten wie Zandkopsdrift, Qala Shallows und dem Pensana-Vorhaben die Möglichkeit, internationale Investoren und Branchenexperten anzusprechen – gerade in einem Umfeld, in dem die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für die Energiewende weltweit steigt.

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