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Senator warnt vor Netflix-Warner-Übernahme wegen Kartellrechtsbedenken

Der US-Senator Mike Lee hat ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die geplante 72-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. durch Netflix geäußert. Der Republikaner warnt vor erheblicher Wettbewerbsverzerrung im Streaming-Markt.

Senator warnt vor Netflix-Warner-Übernahme wegen Kartellrechtsbedenken

Der Vorsitzende des Kartellrechts-Unterausschusses des US-Senats, Mike Lee (Republikaner, Utah), hat sich kritisch zur geplanten Mega-Fusion im Streaming-Markt geäußert. In einem Schreiben an die Führungsspitzen von Netflix und Warner Discovery warnte er vor "ernsten kartellrechtlichen Problemen" durch die geplante Übernahme.

Netflix will die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros. sowie den Streamingdienst HBO Max für 27,75 Dollar je Aktie in bar übernehmen. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf 72 Milliarden Dollar und würde die Streaming-Landschaft fundamental verändern.

Bedenken wegen Wettbewerbsverzerrung

Senator Lee äußerte in seinem Schreiben an Netflix-Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters sowie Warner-Discovery-Chef David Zaslav die Befürchtung, der Deal könne "zu einer erheblichen Verringerung des Wettbewerbs auf den Streaming-Märkten" führen. Besonders kritisch sieht er einen möglichen Missbrauch des Fusionsprüfungsverfahrens.

Der Senator warnte konkret davor, dass der Erwerber "wettbewerbssensible Informationen unter dem Deckmantel der Due Diligence" erhalten könnte. Dies könnte dem Streaming-Giganten Netflix unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffen, noch bevor die Fusion überhaupt genehmigt ist.

Anhörung im Februar angesetzt

Lees Unterausschuss für Kartellrecht, Wettbewerbspolitik und Verbraucherrechte, der dem Justizausschuss des Senats untersteht, hat für den 3. Februar eine Anhörung zu dem Deal angesetzt. Das Schreiben wurde bereits letzte Woche an die beteiligten Führungskräfte verschickt.

Die finale Entscheidung über die Fusion liegt beim US-Justizministerium, das für die kartellrechtliche Prüfung des Deals zuständig ist. Die Behörde wird untersuchen müssen, ob die Zusammenführung von Netflix' Streaming-Dominanz mit den Warner-Studios und HBO Max den Wettbewerb unzulässig einschränken würde.

Marktmacht im Streaming-Sektor

Die geplante Übernahme würde Netflix nicht nur Zugang zu den umfangreichen Filmarchiven und TV-Produktionen von Warner Bros. verschaffen, sondern auch die Kontrolle über HBO Max, einen der wichtigsten Konkurrenten im Streaming-Markt. Kritiker befürchten eine zu starke Marktkonzentration in der Hand eines einzelnen Anbieters.

Für deutsche Anleger und Streaming-Nutzer könnte die Fusion weitreichende Folgen haben. Eine Monopolstellung könnte zu höheren Preisen und weniger Wahlmöglichkeiten für Verbraucher führen. Die Netflix-Aktie notierte zuletzt mit einem Minus von 0,49 Prozent.

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