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Short-Wetten auf Rupiah und Rupie deutlich zurückgegangen

Sinkende Ölpreise und Zentralbankmaßnahmen entlasten indonesische Rupiah und indische Rupie laut aktueller Reuters-Umfrage spürbar.

Short-Wetten auf Rupiah und Rupie deutlich zurückgegangen

Short-Wetten auf die indonesische Rupiah und die indische Rupie sind von ihren Mehrmonatshochs zurückgegangen. Das zeigt eine Reuters-Umfrage unter zehn Ökonomen und Analysten, die alle zwei Wochen durchgeführt wird. Als Hauptgründe gelten sich normalisierende Ölpreise sowie gezielte Maßnahmen der jeweiligen Zentralbanken zur Anziehung von Auslandskapital.

Beide Währungen standen zuletzt unter erheblichem Druck, da steigende Ölpreise die Importkosten für die stark ölabhängigen Volkswirtschaften Indonesiens und Indiens in die Höhe trieben. Mit der Normalisierung der Ölpreise hat sich dieser Belastungsfaktor nun merklich abgeschwächt. Zusätzlich haben die Zentralbanken beider Länder aktiv Maßnahmen ergriffen, um ausländisches Kapital anzuziehen und so die Währungen zu stabilisieren.

Bären dominieren weiterhin bei anderen Asienwährungen

Trotz der Entspannung bei Rupiah und Rupie bleibt das Bild für viele asiatische Währungen insgesamt bearish. Insbesondere beim südkoreanischen Won und dem thailändischen Baht überwiegen weiterhin die Short-Positionen. Anleger setzen also mehrheitlich auf eine weitere Abschwächung dieser Währungen gegenüber dem US-Dollar.

Der Begriff „Short-Wette" oder „Short-Position" bezeichnet im Devisenhandel eine Spekulation auf den Wertverlust einer Währung. Wenn Marktteilnehmer Short-Positionen auf eine Währung aufbauen, erwarten sie, dass diese gegenüber einer Referenzwährung – meist dem US-Dollar – an Wert verliert. Ein Rückgang solcher Wetten signalisiert, dass der Pessimismus der Marktteilnehmer gegenüber einer Währung nachlässt.

Chinesischer Yuan: Long-Wetten auf Tiefstand

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung beim chinesischen Yuan. Laut der Umfrage wurden Long-Wetten auf den Yuan auf Tiefstände von Anfang April reduziert. Das bedeutet, dass Anleger ihre optimistischen Positionen auf die chinesische Währung deutlich zurückgefahren haben – ein Zeichen wachsender Skepsis gegenüber dem Yuan.

Für deutsche Privatanleger sind diese Entwicklungen relevant, da asiatische Währungsbewegungen Auswirkungen auf international aufgestellte Portfolios haben können. Wer in Schwellenländerfonds oder direkt in asiatische Aktien investiert ist, spürt Währungsschwankungen unmittelbar in der Rendite. Eine Stabilisierung der Rupiah und der Rupie kann dabei als positives Signal für die betreffenden Märkte gewertet werden.

Die Reuters-Umfrage liefert alle zwei Wochen ein aktuelles Stimmungsbild unter Devisenexperten und gilt als wichtiger Indikator für die Erwartungen professioneller Marktteilnehmer gegenüber asiatischen Währungen. Die Ergebnisse spiegeln die kollektive Einschätzung von zehn Ökonomen und Analysten wider und bieten damit eine breite Marktperspektive.

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