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Short-Zertifikat auf US-Anleihen: Profitieren von steigenden Renditen

Trumps Politik treibt Treasury-Renditen nach oben – Chancen und Risiken für spekulative Anleger

Short-Zertifikat auf US-Anleihen: Profitieren von steigenden Renditen

Die Zinspolitik entwickelt sich anders als von Donald Trump erhofft. Während der US-Präsident auf niedrigere Zinsen drängt, bewirkt seine eigene Politik das Gegenteil. Der Konflikt mit der Federal Reserve, explodierende Staatsschulden und neue Zollbarrieren lassen die Renditen am Anleihenmarkt steigen. Für US-Staatsanleihen bedeutet das sinkende Kurse – und für risikofreudige Anleger eine spekulative Chance.

Short-Zertifikate auf zehnjährige US-Treasuries ermöglichen es, von fallenden Anleihekursen zu profitieren. Das Prinzip ist simpel: Sinken die Bond-Kurse, steigt der Wert des Zertifikats. Bei aktuellen Treasury-Kursen von 111,70 Prozent und einer Basis von 129,95 Prozent kostet ein entsprechendes Short-Zertifikat derzeit 15,25 Euro.

Die Basis markiert die Schwelle, ab der sich der Zertifikatswert berechnet. Sie verringert sich kontinuierlich, da die emittierende Bank damit Finanzierung und Marge absichert. In einem Szenario mit weiter fallenden Bond-Kursen könnte sich die Basis in sechs Monaten auf etwa 128 Prozent reduzieren.

Rendite-Szenario bei fallenden Kursen

Fallen die US-Staatsanleihen auf ihr jüngstes Tief von 108 Prozent, entspricht dies einem Minus von 3,3 Prozent. Für das Short-Zertifikat ergibt sich dann eine Rechnung von 128 minus 108, also ein Wert von 20 Dollar. Bei einem angenommenen Wechselkurs von 1,19 Dollar pro Euro würde das Zertifikat 16,80 Euro wert sein – ein Gewinn von 10,2 Prozent gegenüber dem aktuellen Einstiegskurs.

Doch die Medaille hat eine Kehrseite: Steigen die Anleihekurse statt zu fallen, verliert das Short-Zertifikat an Wert. Erreichen oder überschreiten die Treasuries die Knockout-Schwelle von 129,95 Prozent, droht der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Risikomanagement ist entscheidend

Experten empfehlen daher, nur einen kleinen Teil des Portfolios in solche Hebelprodukte zu investieren. Ein Stoppkurs bei etwa 11,00 Euro kann helfen, Verluste zu begrenzen. Das Zertifikat hat keine festgelegte Laufzeit, solange die Knockout-Schwelle nicht berührt wird.

Die Risikoklasse des Produkts liegt bei fünf von fünf Sternen – ein klares Signal für die hohe Volatilität. Anleger sollten die Entwicklung der US-Zinspolitik, Inflationsdaten und Fed-Entscheidungen engmaschig verfolgen. Nur wer das Risiko versteht und begrenzt, kann von dieser spekulativen Wette profitieren.

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