Siemens Energy: Gewinn verdreifacht trotz Windkraft-Problemen
Energietechnik-Konzern startet mit 746 Millionen Euro Quartalsgewinn ins Geschäftsjahr 2025 – Gasturbinen boomen

Der Münchner Energietechnik-Konzern Siemens Energy hat im ersten Geschäftsquartal 2024/25 einen beeindruckenden Gewinnsprung hingelegt. Von Oktober bis Dezember erwirtschaftete das Unternehmen 746 Millionen Euro – fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Bemerkenswert: Dieser Erfolg gelang trotz eines negativen Sondereffekts aus dem Verkauf des indischen Windkraftgeschäfts.
Konzernchef Christian Bruch zeigt sich zufrieden: "Der Start in das Geschäftsjahr ist für uns sehr erfolgreich verlaufen." Als Haupttreiber nennt er die anhaltend hohe Nachfrage bei Gasturbinen und Netztechnik. Auch im krisengebeutelten Windgeschäft zeichne sich eine leichte Verbesserung ab.
Gasturbinen und Netztechnik als Gewinnbringer
Die beiden Sparten Gas Services und Grid Technologies entwickelten sich besonders stark. Jede der beiden Geschäftsbereiche steuerte mehr als eine halbe Milliarde Euro zum Konzernergebnis bei. Die robuste Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik-Lösungen treibt das Wachstum an.
Der Auftragseingang auf Konzernebene schnellte um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro nach oben – deutlich über dem Umsatz, der um ein Achtel auf 9,7 Milliarden Euro kletterte. Der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.
Windkraft bleibt Sorgenkind
Das unter der Marke Siemens Gamesa firmierende Windgeschäft bereitet weiterhin Kopfzerbrechen. Die Sparte verbuchte einen Verlust von 221 Millionen Euro – zwar nur noch halb so viel wie im Vorjahr, aber immer noch deutlich im Minus. Der Großteil des Verlusts geht auf den bereits erwähnten Sondereffekt zurück.
Besorgniserregend entwickelt sich der Auftragseingang: Er brach um ein Drittel auf knapp 1,6 Milliarden Euro ein, was auch den Auftragsbestand schrumpfen ließ. Sollte dieser Trend anhalten, könnte daraus ein ernsthaftes Problem für die Sparte werden.
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Zur AktienanalyseAmbitionierte Jahresziele
Für das laufende Geschäftsjahr hat sich Siemens Energy viel vorgenommen. Das Windkraftgeschäft soll endlich nachhaltig die Verlustzone verlassen – zumindest bereinigt um Sondereffekte. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern einen Gewinn nach Steuern von drei bis vier Milliarden Euro an. Mit dem starken ersten Quartal ist man diesem Ziel bereits einen großen Schritt nähergekommen.

