Siemens Energy startet stark ins neue Geschäftsjahr
Trotz Gamesa-Verlusten Rekord-Auftragsbestand und wachsender Free Cashflow

Siemens Energy ist solide in das neue Geschäftsjahr gestartet, trotz anhaltender finanzieller Belastungen durch die Windkrafttochter Gamesa. Der Energietechnikkonzern erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen Gewinn von 252 Millionen Euro. Dies gelang trotz der weiterhin hohen, wenn auch leicht reduzierten, operativen Verluste bei Gamesa. Die positiven Ergebnisse wurden vor allem durch starke Geschäfte in den drei anderen Unternehmenssparten getragen.
Der Konzern verzeichnete im ersten Quartal einen Rekord-Auftragsbestand von 131 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg auf 8,9 Milliarden Euro, was die starke Marktposition von Siemens Energy untermauert. Besonders in den USA sieht das Unternehmen große Wachstumschancen, trotz der von Präsident Donald Trump eingeführten neuen Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren. Vorstandschef Christian Bruch betonte die Bedeutung des US-Marktes und erklärte, dass Siemens Energy weiterhin in diesem wichtigen Markt investieren werde. Ein Großteil der Produkte wird vor Ort gefertigt, wodurch Importzölle teilweise umgangen werden können. Dennoch werden die Auswirkungen der neuen Zölle derzeit intern analysiert.
Der Free Cashflow vor Steuern stieg deutlich auf 1,528 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag von 283 Millionen Euro verzeichnet wurde. Bruch bestätigte die Prognose, dass der Free Cashflow vor Steuern im Gesamtjahr bis zu einer Milliarde Euro übertreffen könnte. Eine aktualisierte Prognose für diese wichtige Kennzahl soll mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres vorgelegt werden.
Trotz der Herausforderungen bei Gamesa, die im Quartal weiterhin einen Verlust von 374 Millionen Euro verzeichnete, konnte das Ergebnis vor Sondereffekten verbessert werden. Siemens Energy betont, dass die steigende Nachfrage nach Strom und die Notwendigkeit zur Modernisierung von Stromnetzen weltweit zu positiven Marktbedingungen führen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDer Konzern bleibt zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres und setzt auf die Dynamik des globalen Energiemarktes, insbesondere in den Bereichen Gasturbinen und Netzmodernisierung. Die anhaltenden Investitionen in den US-Markt und die Optimierung interner Prozesse sollen das Wachstum weiter stärken.

