Siemens Energy steigert Gewinn trotz US-Zöllen
Rekordauftragsbestand und starke Nachfrage treiben das Geschäftsjahr 2025 voran

Siemens Energy verzeichnet im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 ein deutliches Wachstum und setzt trotz geopolitischer Herausforderungen seine positive Entwicklung fort. Der Energietechnikkonzern meldet einen Quartalsgewinn von 697 Millionen Euro nach Steuern – im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 102 Millionen Euro verbucht. Grund für den Aufschwung ist vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach Anlagen und Produkten zur Stromerzeugung.
Der Auftragsbestand hat mit 136 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau erreicht. Die Auftragseingänge lagen im Quartal bei 16,6 Milliarden Euro – ein bisher unerreichter Höchstwert. Alle Segmente des Unternehmens hätten laut Unternehmensangaben zum Wachstum beigetragen. Auch die spanische Windkrafttochter Siemens Gamesa, die zuletzt wegen technischer Probleme unter Druck geraten war, steuerte neue Aufträge bei. Konkret habe Gamesa den Zuschlag für zwei Offshore-Windparks in der Ostsee erhalten. Trotz dieser Erfolge rechnet Siemens Energy bei der Tochter im Gesamtjahr weiterhin mit einem negativen Ergebnis vor Sondereffekten von rund 1,3 Milliarden Euro.
Der Konzern hält an seiner im zweiten Quartal angehobenen Jahresprognose fest. Die Umsatzerlöse sollen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 13 bis 15 Prozent steigen. Die operative Ergebnismarge vor Sondereffekten wird mit vier bis sechs Prozent beziffert. Vorstandschef Christian Bruch sprach angesichts der jüngsten Zahlen von einem erneut starken Quartal und betonte, man bewege sich aktuell am oberen Ende des Zielkorridors.
Trotz der guten Geschäftsentwicklung bleiben internationale Handelskonflikte nicht folgenlos. Die von den USA erhöhten Zölle schlagen mit Belastungen von rund 100 Millionen Euro zu Buche. Dennoch gehören die Vereinigten Staaten weiterhin zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens. Siemens Energy zeigt sich zuversichtlich, diese Hürden durch die stabile Auftragslage und das breite Produktportfolio abfedern zu können.
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Zur AktienanalyseDie aktuelle Entwicklung unterstreicht die robuste Position von Siemens Energy im globalen Energiemarkt. Die Kombination aus hoher Nachfrage, erfolgreicher Auftragspolitik und operativer Stabilisierung von Tochtergesellschaften sorgt für ein solides Fundament im laufenden Geschäftsjahr.


