Siemens Energy überzeugt mit Rückkaufprogramm
Hohe Nachfrage und volle Auftragsbücher stützen optimistische Prognosen

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm beschlossen, das sich über mehrere Jahre erstrecken soll. Das Unternehmen plant, bis zum Geschäftsjahr 2028 eigene Aktien im Wert von bis zu sechs Milliarden Euro zurückzukaufen. Diese Entscheidung wurde auf dem Kapitalmarkttag vorgestellt und steht im Zusammenhang mit der anhaltend hohen Nachfrage nach Turbinen und Netztechnik, die die Auftragslage des Konzerns deutlich stärkt.
Die Mitteilung sorgte bei der im DAX gelisteten Aktie für einen deutlichen Kursschub. Das Papier legte am Mittag zeitweise um acht Prozent zu und markierte ein neues Rekordhoch. Zuletzt hielt sich ein Plus von knapp sechs Prozent, womit die Aktie an der Spitze des Leitindex stand. Der Kurs hat sich damit seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt und profitiert zusätzlich von starken Quartalszahlen des US-Chipunternehmens Nvidia, die am Markt die Sorge vor einer möglichen Übertreibung im Technologiesektor abschwächten.
Siemens Energy erlebt derzeit einen außergewöhnlich starken Nachfrageanstieg, getrieben vom global wachsenden Strombedarf. Die Geschäfte mit Gasturbinen entwickeln sich stabil, während die Netztechnik von Investitionen in Energieinfrastruktur und den Aufbau neuer Rechenzentren profitiert, die durch den weltweiten KI-Boom vorangetrieben werden. Noch vor wenigen Jahren befand sich das Unternehmen in einer schwierigen Lage, doch die jüngsten Entwicklungen haben die Erwartungen an die mittel- und langfristige Entwicklung deutlich verbessert.
Konzernchef Christian Bruch hatte bereits in der vergangenen Woche nach Vorlage der Jahreszahlen für 2024/25 eine Anpassung der mittelfristigen Ziele angekündigt. Für die kommenden Jahre erwartet er weiterhin ein robustes Marktumfeld und geht von deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn aus. Der vergleichbare Umsatz soll bis zum Geschäftsjahr 2027/28 jährlich im hohen Zehnprozentbereich wachsen. Die bereinigte Ergebnismarge wird in einer Spanne von 14 bis 16 Prozent erwartet.
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Zur AktienanalyseDie zuletzt erreichten Rekordwerte bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand unterstützen diese Prognosen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Auftragseingang um mehr als 17 Prozent auf 58,9 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand bis Ende September um gut 12 Prozent auf 138 Milliarden Euro zunahm. Um die steigenden Bestellungen fristgerecht bearbeiten zu können, erweitert Siemens Energy seine Kapazitäten, unter anderem an deutschen Standorten. Weitere Details zur strategischen Ausrichtung sollen auf dem Investorentag in den USA vorgestellt werden.


