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Siemens startet Milliardenprojekt in Berlin-Spandau

Innovative Technologien und nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus von Siemensstadt Square

Siemens startet Milliardenprojekt in Berlin-Spandau

Der Technologiekonzern Siemens hat in Berlin ein Milliardenprojekt gestartet, das als eines der größten Wohnprojekte der EU gilt. Das Projekt mit dem Namen Siemensstadt Square soll auf einem 76 Hektar großen Areal im historischen Industriegebiet von Berlin-Spandau entstehen. Hier sollen zukünftig etwa 35.000 Menschen leben und arbeiten. Siemens selbst investiert 750 Millionen Euro in das Projekt, während externe Partner bis zu 3,75 Milliarden Euro zusätzlich beisteuern könnten.

Siemens-Chef Roland Busch betonte bei der Grundsteinlegung die Bedeutung des Projekts und erklärte, dass Siemens weiterhin stark in Deutschland investieren werde. Dies begründete er mit dem starken Ökosystem, das der Konzern in der Bundesrepublik vorfinde, und der Innovationskraft der deutschen Bevölkerung. Busch sieht in dem Projekt ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung und ist überzeugt, dass die dabei eingesetzten Technologien weltweit anwendbar sind.

Die neue Siemensstadt soll modern, grün und technisch auf dem neuesten Stand sein. Geplant sind 270.000 Quadratmeter neuer Wohnraum sowie die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen, Universitäten und Technologieunternehmen. Dabei wird auch auf die neuesten Technologien von Siemens gesetzt. Ein Beispiel dafür ist der ganzheitliche digitale Zwilling, der Campus, Gebäude und Energieversorgung in der Planung und danach miteinander verbindet. Zudem plant Siemens den größten Abwasserwärmetauscher seiner Bauart in Europa zu installieren.

Bereits jetzt sind auf dem Areal in Berlin-Spandau verschiedene Siemens-Werke angesiedelt, die teilweise aufgewertet werden. Darunter befinden sich ein Mittelspannungs-, ein Messgeräte- und ein Dynamowerk. Diese Infrastruktur soll durch das Siemensstadt Square-Projekt ergänzt und erweitert werden, um eine vernetzte und innovative Umgebung zu schaffen.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Integration von Technologien der Siemens Xcelerator-Plattform. Diese Plattform umfasst sowohl eigene Hardware und Software-Module als auch Applikationen von Drittanbietern. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und digitalen Zwillingen sollen höhere Produktivität und größeres Wachstum erzielt werden, und das bei gleichzeitiger Reduzierung von Emissionen.

Zusätzlich wird viel Technologie aus der Siemens-Sparte Smart Infrastructure eingesetzt. Diese Sparte hat sich in den letzten Jahren als besonders profitabel erwiesen und spezialisiert sich auf digital vernetzte Gebäudetechnik. Siemens hofft, dass das Projekt Siemensstadt Square nicht nur in Berlin, sondern auch weltweit als Beispiel für erfolgreiche und nachhaltige Stadtentwicklung dienen kann.

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