ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Signa-Affäre: Klage gegen Benko-Manager rückt näher

Österreichische Ermittler erhärten schwere Vorwürfe gegen ehemalige Signa-Vorstände wegen veruntreuter Versicherungsgelder.

Signa-Affäre: Klage gegen Benko-Manager rückt näher

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien (WKStA) macht im Fall Signa erhebliche Fortschritte. Laut Recherchen der WirtschaftsWoche konnten die Ermittler zahlreiche Vorwürfe der Versicherer Signal Iduna und Hansa Invest gegen frühere Top-Manager des insolventen Immobilienkonzerns erhärten. Die Hinweise verdichten sich, dass es zu einer Anklage kommen wird.

Insider berichten, dass die Staatsanwaltschaft selbst eine Klage gegen ehemalige Signa-Vorstände und leitende Manager anstrebt. Die Behörde selbst wollte sich auf Anfrage nicht äußern – mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen. Das Schweigen der Behörde gilt in Justizkreisen jedoch oft als indirektes Signal für einen fortgeschrittenen Verfahrensstand.

Versicherer als Geschädigte im Fokus

Im Zentrum der Vorwürfe stehen Gelder der Versicherungsgesellschaft Signal Iduna sowie der Fondsgesellschaft Hansa Invest. Beide Unternehmen sollen im Zuge der Signa-Insolvenz erhebliche finanzielle Schäden erlitten haben. Die genaue Schadenshöhe ist bislang nicht öffentlich bekannt, doch die Ermittler sehen offenbar ausreichend Beweise für eine strafrechtliche Verfolgung.

Der Signa-Konzern von René Benko gilt als einer der größten Immobilienzusammenbrüche in der europäischen Wirtschaftsgeschichte. Mit Schulden in Milliardenhöhe und einem komplexen Geflecht aus Beteiligungsgesellschaften beschäftigt der Fall Staatsanwaltschaften und Insolvenzverwalter in mehreren Ländern. Für Anleger und Gläubiger ist die Frage nach strafrechtlicher Verantwortung dabei von zentraler Bedeutung.

Die WKStA ist in Österreich speziell für Wirtschaftskriminalität und Korruptionsfälle zuständig und gilt als besonders schlagkräftige Behörde. Sollte es tatsächlich zur Anklage kommen, wäre dies ein weiterer Meilenstein in der juristischen Aufarbeitung des Signa-Debakels. Beobachter rechnen in den kommenden Monaten mit konkreten Entscheidungen.

René BenkoSigna InsolvenzSignal IdunaWirtschaftskorruptionWksta Wien

Disclaimer