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Silberpreis im Aufschwung

Steigende Nachfrage und steuerliche Hürden prägen den Markt 2025.

Silberpreis im Aufschwung

Silber hat im Jahr 2024 eine positive Entwicklung durchlebt, das Edelmetall verzeichnete einen Anstieg von rund 21 Prozent. Besonders im Oktober erreichte der Preis mit 35 US-Dollar pro Unze den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Allerdings blieb Silber hinter Gold zurück, das im gleichen Jahr 38 Mal ein Rekordhoch markierte und um 27 Prozent stieg. Auch Silber war von einem stärkeren US-Dollar betroffen, der die Nachfrage aus Ländern mit anderen Währungen dämpfte. Darüber hinaus sorgten Sorgen um das Wirtschaftswachstum für einen Preisdruck auf Silber, das nicht nur als Anlageprodukt, sondern auch als Industriemetall verwendet wird.

Ein erheblicher Teil der Nachfrage nach Silber stammt aus industriellen Anwendungen, die etwa 58 Prozent des gesamten Bedarfs ausmachen. Besonders die Nachfrage aus der Solarenergiebranche, die 2024 um 20 Prozent gestiegen ist, hat dem Markt Auftrieb gegeben. Das Silver Institute betont, dass dieser Trend auch im Jahr 2025 weiter anhalten könnte. Experten von Heraeus prognostizieren, dass Silber möglicherweise besser abschneiden könnte als Gold, mit einem möglichen Preis von bis zu 40 US-Dollar pro Unze, was einem Anstieg von mehr als 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. Der Goldpreis dürfte demnach langsamer steigen und nur ein Wachstum von etwa neun Prozent erreichen.

Auch die steigende Nachfrage aus der Elektromobilität und der schnellen Einführung von KI-Anwendungen hat den Silbermarkt gestützt. Trotz dieser positiven Entwicklungen leidet der Markt weiterhin unter einem Angebotsdefizit, da die Förderung mit der Nachfrage nicht Schritt halten kann. Dieses Ungleichgewicht dürfte auch 2025 anhalten. Die Silberbestände in Handelsdepots sind jedoch ausreichend, um den Markt kurzfristig zu versorgen. Langfristig gesehen dürften die Bestände jedoch abgebaut werden, was zu einem Anstieg der Silberpreise führen könnte.

Ein weiteres interessantes Signal für die Entwicklung von Silber im Vergleich zu Gold ist die sogenannte Gold-Silber-Ratio. Derzeit liegt das Verhältnis bei etwa 88, was darauf hinweist, dass Silber historisch gesehen im Vergleich zu Gold unterbewertet sein könnte. Allerdings könnte die Preisentwicklung von Silber auch weiterhin stark von den makroökonomischen Bedingungen abhängen, insbesondere von den Zinssätzen der US-Notenbank, die den Markt beeinflussen. Zudem sorgt eine steuerliche Regelung in Deutschland für Unruhe, da die Mehrwertsteuer auf neu importierte Silbermünzen steigen könnte. Anleger haben jedoch Möglichkeiten, diese Preiserhöhungen zu umgehen, etwa durch den Kauf älterer Münzen oder die Lagerung im Zollfreilager.

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