Simbabwe lizenziert zweite Goldraffinerie für steigende Fördermengen
Die neue Anlage in Bulawayo soll ab nächstem Jahr die wachsende Goldproduktion des Landes verarbeiten.

Simbabwe hat eine zweite Goldraffinerie lizenziert, um die steigende Edelmetallproduktion des Landes künftig bewältigen zu können. Die neue Anlage wird ihren Sitz in Bulawayo haben, der zweitgrößten Stadt des Landes, und soll im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden. Dies teilten Regierungsvertreter mit, die aufgrund der Vertraulichkeit der Angelegenheit anonym bleiben wollten.
Bislang vermarktet die staatliche Fidelity Gold Refinery das gesamte Gold Simbabwes. Nach Angaben der Regierungsvertreter dürfte diese jedoch ab dem nächsten Jahr nicht mehr in der Lage sein, die gesamte Landesproduktion allein zu verarbeiten. Die Lizenzierung einer zweiten Raffinerie ist damit eine direkte Reaktion auf das starke Wachstum des simbabwischen Goldsektors.
Rekordproduktion und ambitionierte Ziele
Simbabwe verzeichnete zuletzt einen Rekordwert von 46,7 Tonnen gefördertem Gold. Für das Jahr 2026 strebt das Land eine Fördermenge von 50 Tonnen an – ein weiterer Anstieg, der die bestehenden Kapazitäten der staatlichen Raffinerie an ihre Grenzen bringt. Diese Produktionsziele unterstreichen den wachsenden Stellenwert Simbabwes als Goldproduzent auf dem afrikanischen Kontinent.
Die Identität der Investoren hinter der neuen Raffinerie bleibt vorerst unbekannt. Die Regierungsvertreter lehnten es ab, die beteiligten Investoren zu nennen, und gaben an, dass diese erst nach der Inbetriebnahme der Anlage öffentlich bekannt gegeben würden. Ein Sprecher des simbabwischen Bergbauministeriums lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorhaben ab.
Bedeutung für den afrikanischen Goldmarkt
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Beobachter des Rohstoffmarktes ist die Entwicklung in Simbabwe ein weiteres Zeichen dafür, dass afrikanische Länder zunehmend in die Verarbeitung ihrer eigenen Rohstoffe investieren, anstatt diese unverarbeitet zu exportieren. Der Aufbau eigener Raffineriekapazitäten stärkt die Wertschöpfungskette im Inland und kann langfristig die Einnahmen aus dem Goldsektor erhöhen.
Simbabwe zählt zu den bedeutenden Goldproduzenten des südlichen Afrikas. Mit dem Ziel von 50 Tonnen für 2026 und der Lizenzierung einer zweiten Raffinerie sendet die Regierung ein klares Signal: Der Goldsektor soll weiter ausgebaut und die Infrastruktur zur Verarbeitung des Edelmetalls modernisiert werden. Wie erfolgreich diese Strategie umgesetzt wird, dürfte sich mit der geplanten Inbetriebnahme der neuen Anlage zeigen.


